Was verraten Netflix-Kochshows über unsere Gesellschaft? Ist woke das neue narzisstisch? Und warum trinken jetzt eigentlich alle Ingwershots? Wir sprechen über Phänomene, die unsere Gegenwart ausmachen – die ZEIT-Feuilleton-Redakteure Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod und Apples Sprachassistentin Siri begleiten die Hörerinnen und Hörer durch die Jetztzeit. Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists. Mehr hören? Dann testen Sie jetzt unser Podcast-Abo 4 Wochen gratis unter www.zeit.de/podcastabo. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten: www.zeit.de/mehr-hoeren
{ "podcast_name": "Die sogenannte Gegenwart", "hosts": [ "Ijoma Mangold", "Lars Weisbrod", "Nina Pauer" ], "language": "de", "genre": [ "Politik", "Gesellschaft", "Kultur" ], "analysis_date": "2025-01-15", "title": { "de": "Intellektueller Schlagabtausch des ZEIT-Feuilletons: anregend, aber mit eurozentrischen und männlich geprägten blinden Flecken.", "en": "Intellectual sparring from DIE ZEIT's culture desk: stimulating and nuanced, yet with distinct Eurocentric and male-dominated blind spots." }, "portraits": { "de": "In „Die sogenannte Gegenwart“ diskutieren die ZEIT-Feuilletonist:innen Ijoma Mangold, Lars Weisbrod und Nina Pauer aktuelle gesellschaftliche Phänomene. Ausgehend von Filmen, Büchern oder politischen Debatten entfalten sie intellektuelle Zwiegespräche über Themen wie toxische Männlichkeit, die Rolle der Religion oder Deutschlands Wehrhaftigkeit. Ihr Stil ist geprägt von einer feuilletonistischen Herangehensweise: Komplexe Entwicklungen werden oft in griffige Thesen oder binäre Gegensatzpaare (z.B. „Wokeness vs. Deutschrap“) gefasst. Die Dynamik ist die eines kultivierten, selbstreflexiven Disputs aus einer dezidiert bildungsbürgerlichen Perspektive.\n\nHervorzuheben ist die Bereitschaft, etablierte linksliberale Narrative zu hinterfragen und komplexe Sachverhalte differenziert zu beleuchten. Die Kehrseite ist eine oft selbstreferenzielle, westlich-zentrierte und männlich geprägte Sichtweise. Feministische oder postkoloniale Perspektiven werden zwar gestreift, aber selten konsequent zu Ende gedacht. Strukturelle Probleme wie Sexismus werden zwar benannt, ihre Analyse aber oft durch Verweise auf „menschliche Natur“ oder biologistische Thesen entpolitisiert und relativiert. Geeignet ist der Podcast für Hörer:innen, die Freude an anspruchsvollen Debatten haben und bereit sind, die präsentierten Thesen kritisch zu hinterfragen. Man sollte ihn mit dem Bewusstsein hören, dass hier eine spezifische, oft privilegierte Perspektive auf die Welt verhandelt wird.", "en": "In 'Die sogenannte Gegenwart,' culture editors from the German newspaper DIE ZEIT—Ijoma Mangold, Lars Weisbrod, and Nina Pauer—tackle contemporary social phenomena. Using films, books, or political events as a launchpad, they engage in intellectual dialogues on topics like toxic masculinity, the role of religion, or Germany's defense policy. Their style is distinctly feuilletonistic, often structuring complex issues into neat theses or binary oppositions (e.g., 'Wokeness vs. German Rap'). The dynamic is one of a cultivated, self-aware debate from a decidedly educated, middle-class viewpoint.\n\nA notable strength is the willingness to challenge established left-liberal narratives and explore issues with nuance. The flip side is a perspective that is often self-referential, Western-centric, and male-dominated. While feminist or post-colonial perspectives are touched upon, they are rarely explored with conviction. Structural problems like sexism are acknowledged, but their analysis is frequently depoliticized and relativized through references to 'human nature' or biologistic arguments. The podcast is suitable for listeners who enjoy sophisticated, expansive debates and are equipped to critically assess the arguments presented. It should be approached with the awareness that it represents a specific, often privileged worldview." }, "metadata": { "target_audience": { "de": "Akademisch gebildetes, kultur- und politikinteressiertes Publikum, das Freude an komplexen Debatten hat und Perspektiven kritisch einordnen kann.", "en": "Academically educated, culturally and politically interested audience that enjoys complex debates and can critically contextualize perspectives." }, "content_warning": { "de": "Die Diskussionen reproduzieren teils eurozentrische, männlich geprägte und bildungsbürgerliche Perspektiven. Strukturelle Probleme werden mitunter relativiert.", "en": "Discussions sometimes reproduce Eurocentric, male-dominated, and bourgeois perspectives. Structural problems are occasionally relativized." }, "model_used": "gemini-2.5-pro" } }