Zusammenfassung

Die Fraktion Die Linke richtet eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung zur Umsetzung des zum 1. Januar 2026 in Kraft getretenen Wehrdienst-Modernisierungsgesetzes (WDModG). Gegenstand der Anfrage ist die flächendeckende Erfassung männlicher Geburtsjahrgänge ab 2008 und die damit verbundene Meldungspflicht zur Bereitschaftsbekundung für den Wehrdienst. Im Fokus stehen administrative und praktische Aspekte der Umsetzung: Anzahl der angeschriebenen Personen, Rücklaufquote der Fragebögen (digital/analog), Interessenbekundungen, Kriegsdienstverweigerungen sowie wehrmedizinische Musterungen. Zudem werden Personalkapazitäten, Standorte und Bearbeitungszeiten abgefragt.

Einordnung

Die Anfrage zielt auf eine detaillierte Darstellung der praktischen Auswirkungen eines Gesetzes, das Elemente der Pflichtwehrdienst-Reaktivierung einführt. Durch die kleinteilige Abfrage von Daten zu Musterungen, Evaluierungen und Personalressourcen wird ein potenzieller Erkenntnisgewinn über die tatsächliche Reichweite des neuen Wehrdienstregimes angestrebt. Möglicherweise soll aufgezeigt werden, inwiefern das WDModG über das erklärte Ziel eines „freiwilligen“ Wehrdienstes hinausgeht und wie hoch der administrative Aufwand sowie der Eingriff in Freiheitsrechte tatsächlich sind. Die Fragestellungen deuten darauf hin, dass Die Linke eine systematische Überwachung der Umsetzung und mögliche negative Auswirkungen auf junge Menschen prüfen will.