Im Video „Des Kanzlers Chaos-Kabinett: Der Dolchstoß gegen Merz“ des COMPACT-Magazins analysieren die Moderatoren Dr. Stephanie Elsässer und Paul Klemm den aktuellen Kabinettsumbau von Bundeskanzler Friedrich Merz. Dabei wird die These vertreten, dass der Umbau ein verzweifelter Versuch sei, von politischem Versagen abzulenken, und stattdessen in neuem Chaos münde.
1. Ein angeblicher Dolchstoß und personelles Chaos
Es gäbe im politischen Berlin ein massives Chaos, das durch den Umbau des Kabinetts und insbesondere den Vorgang um den designierten Verkehrsminister Fritz Günzler offengelegt werde. So sei Günzler „mitten im Urlaub von einer Regierungslimousine abgeholt und von einem Campingplatz zum Berliner Kanzleramt chauffiert“ worden, habe dem Amt jedoch kurz darauf per Textnachricht abgesagt, weshalb der Kanzler „vor den Kameras ohne Verkehrsminister“ dagestanden habe.
2. Kritik an der Schuldenpolitik und Sondervermögen
Es werde eine Politik der gebrochenen Wahlversprechen betrieben, angefangen bei der Neuverschuldung, die elegant als Sondervermögen bezeichnet werde. Es gäbe eine „Billion Neuverschuldung“, mit der unter anderem die Bundeswehr sowie Infrastrukturprojekte finanziert werden sollten, was jedoch laut den Moderatoren zu Lasten künftiger Generationen gehe und bei der Sanierung maroder Brücken dennoch keine spürbaren Ergebnisse liefere.
3. Kompletter Vertrauensverlust der Bevölkerung
Die Regierung leide unter desastrosen Umfragewerten und einem massiven Vertrauensverlust der Bürger:innen. Laut zitierten YouGov-Umfragen hätten im Westen 60 Prozent und im Osten 70 Prozent kein Vertrauen in die Bundesregierung, während den etablierten Parteien und deren Politiker:innen ein Misstrauen von über 76 Prozent entgegengebracht werde.
4. Umbesetzungen als bloße Scharade
Der vorgenommene Personalwechsel sei lediglich eine „Scharade“, eine „List“ und ein „Trick“, um von eigenen Misserfolgen abzulenken. Die Moderatoren behaupten, dass Carsten Linnemanns Wechsel ins Gesundheitsministerium einer Flucht vor drohenden Wahlniederlagen oder einer internen Erpressung gleichkomme, während das bestehende System im Kern unverändert bleibe.
5. Verweis auf rechtspolitisches Personal und Alternativen
Als angeblich besserer Gegenentwurf zur aktuellen Politik wird wiederholt die AfD-Politikerin Alice Weidel ins Spiel gebracht. Ihre Positionen, insbesondere in der Migrationspolitik, würden als Ausweg aus dem „Totalversagen“ dargestellt, was direkt mit kommerziellen Eigeninteressen des Senders, wie dem Verkauf der „Kanzlermedaille“, verknüpft werde.