In Freiberg (Sachsen) versammeln sich hunderte Bürger:innen gegen einen neuen Regionalplan für Windkraft. Der Reporter des Deutschland-Kuriers, Johannes Schüller, spricht mit Protestierenden und versucht vergeblich, den anwesenden Landrat Sven Krüger mit Vorwürfen zu konfrontieren. Das Video zeigt eine stark emotionalisierte Berichterstattung über lokalen Widerstand, bei der ausschließlich die Perspektive der Windkraftgegner:innen zu Wort kommt.

Bürgerinitiativen beklagen Vereinnahmung durch Rechtsaußen

Die Bürgerinitiativen bestünden aus „vernünftigen, gebildeten“ Menschen, die eine sachliche Auseinandersetzung suchten. Sie bedauerten jedoch, bei dem Thema „unweigerlich auf die AFD oder hier in Sachsen auf die Freien Sachsen“ zu stoßen, und distanzierten sich von „Schwurblern, Verschwörungstheoretikern und Extremisten“.

Betroffene fühlen sich „vollkommen entrechtet“

Ein Bürger erklärt, der Bau von Windkraftanlagen laufe „wild“ und alle Einwendungen von Städten, Gemeinden und Bürger:innen spielten „keinerlei Rolle“. Man sei „faktisch vollkommen entrechtet“, da die Politik die Bevölkerung übergehe.

AfD-Politiker beklagt unerforschten Infraschall

Jens Uhlemann (AfD-Gemeinderat) behauptet, Anwohner:innen würden durch „Infraschall, den man hier in Deutschland einfach nicht untersuchen möchte“, belästigt. Es bestehe die „große Gefahr“, dass Immobilieneigentum an Wert verliere. Marko Winter (AfD-Landtagsabgeordneter) ergänzt, die Windräder seien „Industrieanlagen, die da einfach in großen Mengen reingesetzt werden“ und zerstörten die Landschaft sowie den Tourismus.

Recycling von Carbonfasern sei unmöglich

Ein Bürger argumentiert mit einem Schreiben an den Kreistag, wonach es „kein Recyclingverfahren in Deutschland gibt für Carbonfasern“. Dies sei amtlich und durch eine Bundestagsanfrage bestätigt, dennoch würden Anlagen genehmigt.

Bürgerin vermutet „Geldlobby“ hinter dem Ausbau

Eine Demonstrantin äußert den Verdacht, hinter dem Windradbau stecke „irgendeine Finanzlobby“, bei der sich einige „eine goldene Nase verdienen“. Der „kleine Mann“ werde „ausgesaugt bis zum geht nicht mehr“ – ein Zustand, der symptomatisch für ein Land sei, das sich „mittlerweile abgeschafft“ habe.

Sächsischer 1000-Meter-Beschluss werde untergraben

Ein Sprecher der Bürgerinitiative kritisiert, der 2022 vom sächsischen Landesparlament beschlossene Mindestabstand von 1000 Metern zur Wohnbebauung werde durch die aktuelle Regionalplanung mit nur 600 Metern „untergraben“. Dies sei eine „absolute Katastrophe“.