In der Episode „Trotz Heilbarkeit breitet sich Tuberkulose (TB) in Südafrika und Mosambik schnell aus“ thematisiert Eddie Mika Junior die anhaltende Gesundheitskrise. Im Gespräch mit Fachleuten wird verhandelt, warum die Krankheit weiterhin tödlich verläuft. Dabei werden technologische Lösungsansätze und lokales Engagement als primäre Wege aus der Krise gesetzt. ### Zentrale Punkte * **Soziale Stigmatisierung und Armut** Kumalu und Halstrom berichten, dass extreme Armut und gesellschaftliche Tabus eine frühe Diagnose verhinderten. Erkrankte würden aus Angst vor sozialer Isolation den Gang zur Klinik meiden. * **Digitale und lokale Lösungsansätze** Halstrom betone, dass gemeindebasierte Programme und digitale Meldesysteme essenziell seien. Überlebende würden als Vorbilder fungieren, um Aufklärung zu betreiben und Vorurteile abzubauen. ### Einordnung Die journalistisch solide Episode punktet durch die Verknüpfung epidemiologischer Daten mit lokaler Expertise. Kritisch ist, dass strukturelle Probleme – wie der Zusammenbruch von Gesundheitsprogrammen nach dem Abzug von US-Hilfsgeldern – zwar benannt, aber nicht als systemisches Versagen globaler Gesundheitsfinanzierung hinterfragt werden. Stattdessen dominiert ein technikpositives Fortschrittsnarrativ, bei dem Apps und Eigenverantwortung als primäre Lösungen gerahmt werden. ### Sprecher:innen * **Eddie Mika Junior** – Moderator des DW-Podcasts Africa Link * **Helen Halstrom** – Senior Partnership Officer bei der NGO ADPP Mozambique * **Tuzu Kumalu** – Korrespondent der Deutschen Welle in Südafrika