Die Episode von „The Take“ beleuchtet die Zerstörung iranischer Bildungseinrichtungen im Zuge eines US-israelischen Krieges gegen den Iran. Im Gespräch mit der Professorin Setareh Sadeqi wird die gezielte Bombardierung von Schulen und Universitäten verhandelt. Dabei wird das moralische Recht auf iranische Gegenschläge als logische Folge der jahrzehntelangen imperialistischen Politik vorausgesetzt. ### Zentrale Punkte * **Zerstörung als koloniale Strategie** Sadeqi argumentiere, dass die Angriffe auf Universitäten darauf abzielten, die wissenschaftliche Basis des Landes zu vernichten und die Bevölkerung so geistig zu kolonisieren. * **Vergeltung als historische Gerechtigkeit** Die Androhung von Gegenschlägen auf amerikanische Universitäten in der Region werde als reiner Akt der Selbstverteidigung dargestellt, da Diplomatie in der Vergangenheit stets gescheitert sei. ### Einordnung Die Folge bietet seltene, persönliche Einblicke in den iranischen Alltag unter Bombardement. Journalistisch kritisch ist jedoch die unwidersprochene Übernahme staatlicher Narrative. So werden angekündigte Gegenschläge auf zivile US-Universitäten als legitime Gerechtigkeit gerahmt. Die Begrifflichkeiten des Gastes, wie das Vorgehen gegen die „Kolonisierung der Gehirne“, bleiben als analytischer Rahmen unhinterfragt stehen, was eine kritische Distanz der Moderation vermissen lässt. ### Sprecher:innen * **Malika Bilal** – Journalistin und Moderatorin des Podcasts „The Take“ * **Setareh Sadeqi** – Assistenzprofessorin an der Universität Teheran