Kontext und Sprecher:innen

Das Video ist ein Teil des TV-Angebots des COMPACT-Magazins. Chefredakteur Jürgen Elsässer und der Politik-Experte Peter Feist besprechen die aktuelle Ausgabe des Magazins unter dem Titel „Und tschüss! Die letzten Tage im Kanzlerbunker“. Das Hauptthema ist eine systemkritische Prognose zum Ende der aktuellen Bundesregierung und der Einschätzung der CDU sowie der AfD in der politischen Landschaft.

1. Prognose zum Zusammenbruch der Regierung

Es werde spekuliert, dass die Regierung unter Kanzler Olaf Scholz bereits vor der Sommerpause an der Rentenfrage scheitern könnte. Jürgen Elsässer äußert die Vermutung: „Wenn die Regierung, die Koalition SPD/CDU/CSU in dieser Rentenfrage [...] keine eigene Mehrheit mehr hat, dann kann sein, prognostiziere ich, dass die Regierung schon vor der Sommerpause platzt.“

2. Die CDU als „klinisch tote“ Partei

Peter Feist vertritt die These, dass die CDU als politische Kraft am Ende sei. Er behauptet: „Die CDU ist nicht mehr zu retten. Sie ist klinisch tot und wird nur noch künstlich beatmet.“ Dennoch räumt er ein, dass durch bestehende soziale Milieus, etwa in katholisch geprägten Regionen, die Partei nicht sofort vollständig verschwinden werde.

3. Der Umschlagpunkt der politischen Stimmung

Die Sprecher diskutieren über einen Kipppunkt, an dem die AfD massiv an Zuspruch gewinne. Als konkrete Schwelle nennt Peter Feist: „Ich glaube, real wird der Umschlagspunkt dann sein, wenn es einen ersten AfD-Ministerpräsidenten gibt.“ Danach könne eine Dynamik entstehen, in der bisher unausgesprochene Meinungen sagbar würden.

4. Gefahr eines „kalten Staatsstreichs“

Peter Feist äußert die Sorge, dass bei einem politischen Erfolg der AfD die Etablierten versuchen könnten, den Prozess zu stoppen. Er vermutet: „Allerdings vermute ich auch, dass es dann einen kalten Staatsstreich geben wird, so ähnlich wie der Preußenschlag vor Hitler, wo man versuchen wird mit Hilfe legislativer Mitteln die Macht der AfD zu beschneiden.“

5. Kuba und Karl May als Themen

Neben der innenpolitischen Analyse wird das Dossier über Kuba und eine Betrachtung zu Karl May beworben. Jürgen Elsässer zeigt sich begeistert von Karl Mays Analysen religiöser Konflikte: „Ich glaube, da kann man für die heutige Situation eine Menge rausziehen.“