Zusammenfassung
Die AfD-Fraktion fragt in einer Kleinen Anfrage nach der Entwicklung krankheitsbedingter Fehlzeiten in Bundesministerien, Bundeskanzleramt und obersten Bundesbehörden seit 2020. Grundlage ist ein Anstieg der durchschnittlichen Fehltage pro Beschäftigten auf 21,71 Tage in 2022 laut einem Medienbericht. Gefordert werden detaillierte Aufschlüsselungen nach Behörden, Statusgruppen und Laufbahngruppen sowie Angaben zu Gegenmaßnahmen und deren Wirksamkeit.
Einordnung
Die AfD nutzt einen angeblich objektiv dargestellten Anstieg der Krankenstände als Aufhänger, um maximale Transparenzforderungen zu stellen. Hinter der scheinbaren Sachlichkeit verbirgt sich möglicherweise die Intention, durch detaillierte Datenauswertung gezielt politische Grabenkämpfe zu bedienen oder sogar Personalpolitik in Bundesbehörden unter Generalverdacht zu stellen. Ob tatsächlich ein strukturelles Problem existiert, lässt sich aus der Anfrage allein nicht ableiten – die AfD präsentiert ihrenzugangenenkstenstand aber als Fakt und stellt damit implizit die Leistungsfähigkeit der Verwaltung infrage.