Das vorliegende Video dokumentiert einen Wahlkampfauftritt von Sahra Wagenknecht (BSW) in Dessau sowie Ausschnitte von Publikumsreaktionen und kurzen Interviews.

1. Kritik an der Bundesregierung und Kriegspolitik

Es gäbe eine verfehlte Politik der aktuellen Bundesregierung, die Deutschland in einen großen Krieg führen und die Wirtschaft durch Sanktionen sowie den Wegfall günstiger Energie zerstören könne. Wagenknecht monierte: „Wer will, dass Friedrich Merz stürzt, der hat in Sachsen-Anhalt tatsächlich die Hebel dazu, weil wenn der CDU-Amtinhaber abgewählt wird […] dann haben wir auch die Chance, diese ungeliebte Bundesregierung zu stoppen.“

2. Warnung vor der AfD als Brandmauer-Sackgasse

Es bestünde die Gefahr, dass die AfD trotz starker Umfragewerte keine grundlegenden Veränderungen herbeiführe und sich stattdessen stark an Teile der CDU annähere. Wagenknecht kritisierte die etablierten Parteien dafür, dass sie durch ihre Ausgrenzungspolitik und sogenannte „Brandmauern“ den politischen Diskurs in eine Sackgasse führen würden. Sie äußerte: „Was ist das für eine verlogene Diskussion, was ist das für eine üble Propaganda? […] Nein, sie sind keine Verteidiger der Demokratie, wenn sie diesen Weg weitergehen der Brandmauerkoalitionen.“

3. Schelte für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Medien

Es herrsche eine mangelnde Objektivität in den etablierten Medien und im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, die sich durch unfaire Berichterstattung und Diffamierung gegenüber dem BSW auszeichnen würden. Sogenannte Qualitätsjournalisten würden in einer Blase leben und durch ihre Titelblätter unfreiwillig Wahlwerbung für die AfD betreiben. Wagenknecht betonte dazu: „Also auch sogenannte Qualitätsjournalisten sollten sich an ihre Nase fassen, wenn ich mir diesen Spiegeltitel anguckue.“

4. Ablehnung von Rüstungsausgaben und Sozialabbau

Es würden Hunderte Milliarden Euro für Aufrüstung und Panzer verpulvert, während gleichzeitig das Bildungssystem verfalle, die Armut von Rentner:innen steige und die zivile Wirtschaft leide. Die von Bundeskanzlerin und Regierung geforderte „Kriegstüchtigkeit“ sei eine Irreleitung der Bevölkerung. Es wurde behauptet: „In so einem Land werden hunderte Milliarden für irgendwelche Panzer und Schiffe und alles mögliche verpulvert, was wir noch nicht, was uns noch nicht mal verteidigungsfähig macht.“

5. Differenzierung zwischen BSW und AfD in der Friedensfrage

Auf die Frage nach den Unterschieden zwischen BSW und AfD erklärte Wagenknecht, dass ihre Partei in der Friedensfrage konsequent agiere, während die AfD zum Teil die Aufrüstung unterstütze und von Donald Trump begeistert sei, welcher dem Weltfrieden keinen Dienst erweise.