Zusammenfassung

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fragt in einer 21-fach unterteilten Kleinen Anfrage nach dem Zustand der Ver- und Entsorgungsinfrastruktur für Reisemobile an Bundesautobahnen und -straßen. Begründet wird der Vorstoß mit dem dynamischen Wachstum des Reisemobiltourismus in Deutschland – die Zahl der Wohnmobile stieg von 450.167 (2017) auf über eine Million (2025) – und den damit verbundenen Herausforderungen für Infrastruktur und Umweltschutz. Die Grünen verweisen auf wirtschaftliche Chancen, aber auch auf Probleme wie Bodenverdichtung, illegale Abwasserentsorgung und unklare Zuständigkeiten. Die Anfrage zielt auf konkrete Daten zu bestehenden Anlagen, rechtlichen und technischen Hemmnissen sowie auf Beispiele aus dem Ausland, um Best-Practice-Lösungen für Deutschland abzuleiten.

Einordnung

Die Anfrage folgt einem strategischen Muster grüner Verkehrspolitik: Sie verbindet ökonomische mit ökologischen Argumenten, um staatliches Handeln einzufordern. Durch die Fokussierung auf Bundeszuständigkeiten und verkehrliche Infrastruktur wird die Verantwortung klar beim Bund verortet – ein klassisches Instrument, um politische Gestaltungsmacht einzufordern. Die wiederholte Betonung von „bundespolitischem Handlungsbedarf“ und „flächendeckender Mindestversorgung“ könnte darauf abzielen, die Ampelkoalition (SPD/Grüne) oder die neue CDU-geführte Regierung unter Handlungsdruck zu setzen. Auffällig ist die Doppelfrage zu Datenbestand und -erhebungen (Fragen 1 und 3), die auf mögliche Inkonsistenzen oder Lücken in der Datengrundlage verweist.

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