Alastair Campbell und Rory Stewart diskutieren im Podcast "The Rest Is Politics" die aktuelle Krise der britischen Labour Party nach einer vernichtenden Niederlage in einer walisischen Nachwahl, Starmer's historisch schlechten Beliebtheitswerten (minus 51 %) und den strategischen Fehlern der Parteiführung. Sie analysieren ein Reformpapier des Labour-Forschers Chris Clark, das eine stärkere inhaltliche Profilierung, ehrliche Kommunikation, mutige Steuerreformen und ein Ende der defensiven „Ming-Vase“-Strategie fordert. Campbell plädiert für eine positive Vision statt reiner Anti-Populismus-Positionierung, Stewart warnt vor zu starken Umverteilungsplänen ohne breite Bündnisse. Beide einigen sich, dass Labour Manifesto-Versprechen brechen und breiteste Steuern erhöhen muss, um wirkungsvolle Politik zu finanzieren. Im zweiten Teil berichtet Campbell von seiner Polen-Reise: Donald Tusk habe ihm bestätigt, britische Behörden gingen davon aus, ein Brandanschlag auf Starmer’s Haus sei vom russischen Geheimdienst in Szene gesetzt worden – ein hybridangriff, der in UK-Medien kaum Beachtung fand. Die Gastgeber diskutieren, warum westliche Öffentlichkeiten russische Desinformation und Sabotageaktionen unterschätzen, während Polen sie als existenzielle Bedrohung wahrnimmt.