Der Newsletter „Public Notice“ analysiert in dieser Ausgabe die aktuelle Iran-Krise und entlarvt Donald Trumps Ruf als geschickter Verhandler als gefährlichen Mythos. Der Autor Paul Waldman argumentiert, dass die jüngst gescheiterten Gespräche in Pakistan symptomatisch für Trumps fundamentale Unfähigkeit seien: Seine Delegation unter JD Vance und Jared Kushner forderte maximale Zugeständnisse, ohne selbst Kompromisse anzubieten. Trump unterschätze die strategische Position des Irans, insbesondere die Kontrolle über die Straße von Hormus, und verlasse sich stattdessen auf leere Drohungen auf Truth Social. Der Text zieht eine klare Linie von Trumps frühen Geschäftsjahren bis zu seiner aktuellen Präsidentschaft, in der er komplexe Dossiers stets mied und stattdessen auf schieres Dominanzgebaren setzte. Waldman zitiert Trumps Behauptung aus dem Jahr 1984, er könne Raketentechnologie in 90 Minuten verstehen, um dessen tiefgreifende Arroganz gegenüber Fachwissen und Diplomatie zu belegen.

Besonders kritisch wird die Aufkündigung des Atomabkommens (JCPOA) betrachtet, die Trump gegen den Rat seiner Expert:innen durchsetzte. Er versprach 2018 einen „besseren Deal“ durch seine vermeintlich überlegenen Fähigkeiten, lieferte jedoch keinerlei Ergebnisse und stürzte die Region in einen zermürbenden Konflikt. Auch innenpolitisch wird seine Bilanz als dürftig beschrieben; er scheiterte an der Gesundheitsreform und anderen komplexen Gesetzesvorhaben, weil er die nötige Geduld für mühsame Verhandlungen mit verschiedenen Fraktionen vermissen ließ. Ein zentrales Zitat verdeutlicht