In dem Interview des „Deutschland-Kuriers“ befragt ein:e Moderator:in den AfD-Bundestagsabgeordneten Karsten Hilse anlässlich des 17. AfD-Bundesparteitags in Erfurt. Das Gespräch thematisiert primär das umfangreiche Polizeiaufgebot sowie die erwarteten Proteste gegen den Parteitag. Hilse, selbst ehemaliger Polizeibeamter, ordnet die Sicherheitslage ein und äußert sich zudem zur aktuellen internen Verfassung sowie zur strategischen Ausrichtung seiner Partei.

1. Massive Polizeipräsenz wird als Ausnahmezustand bewertet

Karsten Hilse vergleicht das in Erfurt wahrgenommene Polizeiaufgebot mit dem G20-Gipfel in Hamburg. Er äußert die Befürchtung, dass das hohe Einsatzaufkommen die Polizist:innen physisch überlaste: „Ich habe heute früh mit Polizisten gesprochen, die sind seit Donnerstag hier, sind seit gestern 16 Uhr im Dienst gewesen.“

2. Kritik an der „Zerstörungswut“ politischer Gegner

Hilse behauptet, dass linke Protestgruppen den Parteitag blockieren wollten, nun jedoch „eine ziemlich lange Nase“ hätten. Er äußert die Sorge, dass diese Gruppen ihren Frust in Form von Sachbeschädigungen an Erfurt auslassen könnten, und spricht in diesem Zusammenhang von einer drohenden „Zerstörungswut“.

3. Vorwurf „faschistoider“ Methoden gegen Andersdenkende

Hilse unterstellt politischen Gegnern, die sich als tolerant inszenierten, in Wahrheit intolerant zu sein. Er behauptet, dass bei abweichenden Meinungen nicht mehr mit demokratischen Mitteln, sondern mit „faschistoiden Methoden“ und Gewalt agiert werde. Er kritisiert zudem, dass dieses Vorgehen von den etablierten Parteien weitgehend ignoriert werde.

4. Demokratie durch linke Akteure gefährdet

Der Abgeordnete vertritt die Ansicht, dass die Demokratie in Deutschland „sehr in Bedrängnis“ sei. Er kehrt das Narrativ um und behauptet, nicht die AfD, sondern die politischen Linken seien diejenigen, die „daran arbeiten, die Demokratie abzuschaffen“.

5. Appell an Kontinuität in der Parteiführung

In Bezug auf den Parteitag äußert Hilse den Wunsch, den bestehenden Erfolgskurs beizubehalten. Er plädiert dafür, am derzeitigen Spitzenduo festzuhalten, und verwendet hierfür das englische Sprichwort „never change a running team“.