1. Ausweitung geheimdienstlicher Befugnisse als Bedrohung

Markus Krall argumentiert, dass die geplanten Befugniserweiterungen für BND und Verfassungsschutz, insbesondere der Einsatz von Jugendlichen als V-Leute sowie die Überwachung von 15 % der Kommunikation, den Rechtsstaat gefährdeten. Er bezeichnet diese Vorhaben als Teil einer Entwicklung hin zu „totalitären Strukturen“. Krall behauptet: „Wer sowas […] nur andenkt, der hat sich eigentlich von jedem rechtsstaatlichen Denken soweit verabschiedet, dass man an den Satz von von Mises sich erinnern fühlt, dass in jedem Politiker ein potenzieller Diktator steckt.“

2. Vorwurf staatlicher Datenmanipulation

Krall behauptet, dass Behörden bereits heute Beweise fälschten und Daten auf privaten Computern einschleusten. Er berichtet von eigenen Erfahrungen, in denen er eine staatliche Fälschung eines Dokuments der Steuerfahndung Darmstadt beklagte. Er konstatiert: „Man ist damals hergegangen und hat […] Daten verfälscht, also man hat sie tatsächlich verändert.“

3. Schizophrenie in der aktuellen Sicherheitspolitik

Der Publizist kritisiert eine Schizophrenie zwischen dem staatlichen Vorgehen gegen die Opposition und dem offiziellen Schutz der Demokratie. Er äußert die Befürchtung, dass eine „geheimdienstliche Parallelgerichtsbarkeit“ ohne Transparenz und ohne rechtsstaatliche Kontrolle geschaffen werde. Krall beschreibt den Zustand der Behörden drastisch: „Es ist das nicht nur ein Abrutschen in sowjetische Methoden, das ist ein Abrutschen in einen Totalitarismus.“

4. Angst der Eliten vor dem Rechtsstaat

Krall vertritt die These, dass die aktuelle Politik die freiheitliche Grundordnung bewusst untergrabe, um den eigenen Machtverlust zu verhindern. Die Angst vor einer rechtsstaatlichen Aufarbeitung vergangener Entscheidungen – etwa zur Migrations- oder Coronapolitik – treibe die Verantwortlichen dazu, die Opposition mittels manipulierter Beweise auszuschalten. Er behauptet: „Es ist diese Angst vor der Rückkehr des Rechtsstaats, wenn die Opposition an die Macht kommt, die unsere regierenden Politiker dazu verleitet, jetzt solche Dinge zu machen.“

5. Notwendigkeit einer neuen freiheitlichen Ordnung

Krall bemängelt, dass Deutschland noch nie eine „wirklich freie Gesellschaftsordnung“ besessen habe. Er fordert eine Reform oder eine Neugründung gemäß Art. 146 GG. Zu seinen drei Grundforderungen für ein freiheitliches Deutschland gehören die Unantastbarkeit der Privatsphäre, das Recht auf direkte Volksabstimmungen sowie das Recht des Volkes auf Bewaffnung nach Schweizer oder US-amerikanischem Vorbild.