In diesem OMR-Podcast trifft Philipp Westermeyer den Pacha-Manager Enrique Mandel auf Ibiza. Die Episode dreht sich um das Geschäft hinter einer der bekanntesten Clubbrands weltweit. Westermeyer präsentiert das Pacha als wirtschaftliche „Maschine“ – mit einem Umsatz von 87 Millionen Euro im Jahr 2025 und einem früheren Verkaufspreis von rund 350 Millionen Euro. Mandel wiederum beschreibt den Wandel Ibizas von einer lockeren, musikgetriebenen Insel zu einem professionellen Business. Als selbstverständlich gilt dabei, dass Professionalisierung und wirtschaftlicher Erfolg erstrebenswert sind; die Perspektiven der Gäste oder der Inselbevölkerung werden kaum thematisiert.

Zentrale Punkte

  • Ibizas Wandel zum Business Mandel erklärt, dass Ibiza in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich professioneller geworden sei. Aus einer von Clubs und Musik geprägten Insel habe sich ein ernsthaftes Geschäft entwickelt. Die Hotellerie sei im Vergleich zu früher stark aufgewertet worden, auch wenn kaum neue Hotels oder Clubs genehmigt worden seien.
  • Wachstum durch Bettenausbau Laut Mandel gebe es heute rund 100.000 Gästebetten, während es 2004 erst 60.000 bis 70.000 gewesen seien. Der Zuwachs sei vor allem durch Umbau und Umwandlung von Agrotourismus-Betrieben entstanden, nicht durch Neubauten. Musik sei zwar weiterhin ein wichtiger Reisegrund, ziehe aber weniger Menschen in die Clubs als früher.
  • Pacha als Wirtschaftsfaktor Westermeyer berichtet, der Club habe 2025 einen Umsatz von 87 Millionen Euro erzielt und sei vor einigen Jahren für rund 350 Millionen Euro verkauft worden. Mandel bestätigt diese Zahlen und ordnet den Club in eine größere Hospitality-Gruppe mit Restaurants und Hotels ein.

Einordnung

Die Episode liefert einen detaillierten Einblick in die wirtschaftliche Logik eines global bekannten Clubs. Enrique Mandel erklärt die Entwicklung Ibizas überzeugend aus Sicht eines langjährigen Managers. Die Zahlen und die Professionalisierungserzählung machen die Expansionsstrategie nachvollziehbar. Allerdings bleibt die Perspektive stark auf Umsatz und Ergebnis fixiert. Soziale oder ökologische Folgen des Massentourismus kommen nicht vor; „Professionalisierung“ und „Business“ werden als positive Selbstverständlichkeit präsentiert. Ein Beispiel: Enrique Mandel sagt: „Es ist halt deutlich professioneller geworden.“ Damit wird der Wandel der Insel als Fortschritt dargestellt, ohne mögliche Kosten zu benennen. Für alle, die sich für das Geschäft hinter Partymarken interessieren, ist die Folge informativ – kritische Distanz bleibt aber wichtig.

Sprecher:innen

  • Philipp Westermeyer – Host des OMR Podcasts und OMR-Gründer
  • Enrique Mandel – Manager des Pacha Ibiza, ehemaliger Hoteldirektor