Kontext und Sprecher:innen

Das Video zeigt ein kurzes Interview vom Landesparteitag der AfD in Sachsen-Anhalt. Die Gesprächspartner sind der Interviewer vom „Deutschland-Kurier“ und Martin Reichardt, der als Landesvorsitzender der AfD Sachsen-Anhalt zu den Inhalten des Parteitags sowie zum Regierungsprogramm befragt wird.

1. Geschlossenheit trotz Widerständen

Martin Reichardt behaupte, dass die AfD in Sachsen-Anhalt trotz „Lügen“ und „Pressekampagnen“ absolut geschlossen agiere. Er betont, dass die Parteibasis stabil sei und die Grundlage für eine kommende Landesregierung unter Ulrich Siegmund bilde: „Wir als AfD Sachsen-Anhalt, wir stehen geschlossen. Wir lassen uns hier von niemandem spalten, nicht von Pressekampagnen und anderen Lügen.“

2. Kritik an der CDU

Reichardt unterstellt der CDU Charakterlosigkeit und Verlogenheit. Er mutmaßt, dass die CDU-Führung ihre Wähler täusche, indem sie konservative Rhetorik nutze, aber in der Praxis eine Zusammenarbeit mit Linken anstrebe: „Er [Sven Schulze] weiß doch ganz genau, dass er überhaupt keine Mehrheiten ohne die Linke zusammenkriegt.“

3. Das 100-Tage-Programm

Das beschlossene Sofortprogramm soll laut Reichardt als ehrlicher Maßstab dienen, an dem sich die Partei nach einer Regierungsübernahme messen lassen wolle. Er kündigt an, dass die AfD „liefern“ werde und sich bei juristischen Gegenmaßnahmen des Establishments zur Wehr setzen werde: „Wir werden liefern mit diesem 100-Tage-Programm.“

4. Ideologische Positionierung zur Identität

Der Punkt „Schwarz-Rot-Gold statt Regenbogen“ werde als symbolische Geste für eine „gesunde Identität“ gefordert. Dabei diskreditiert Reichardt die LSBTIQ-Agenda massiv als „widerlich“ und „gegen die Biologie“ gerichtet: „Die LSBTIQ-Agenda wollen wir eben beenden, denn die LSBTIQ-Agenda ist eine Agenda gegen die Biologie, es ist eine Agenda gegen die Demokratie.“

5. Intellektueller Anspruch der Partei

Reichardt ordnet das Regierungsprogramm der AfD als ein Werk ein, das weit über die Landesgrenzen hinaus von Bedeutung sei. Er behauptet, es könne eine fundamentale Rolle bei der „Rettung Deutschlands“ und Europas spielen: „Es ist ein Programm, das beispielgebend sein kann, ein Programm, aus dem heraus nach der Rettung Sachsen-Anhalts, die Rettung Deutschlands und die Rettung ganz Europas zumindestens intellektuell fundamentiert ist.“