Podcast-Moderator Roland Tichy kommentiert in diesem morgendlichen Nachrichtenformat die politische Lage in Deutschland. Im Fokus stehen aktuelle Umfragewerte, die die AfD bei 29 % und die Union nur noch bei 22 % sähen. Kanzler Merz wirke, so Tichy, wie ein „Verwalter des Stillstands“. 67 % der Befragten wünschten sich der Umfrage zufolge einen Kanzlerwechsel, und 64 % glaubten, keine denkbare Koalition könne die Probleme des Landes noch lösen.
Weitere Themen sind Karl Lauterbachs Forderung nach einem Klima-Notstand, die staatliche Förderung des Recherchezentrums Correctiv, das laut Tichy mit seinen Falschaussagen selbst zum Fall werde, sowie die Abrissgenehmigung für das Kernkraftwerk Grohnde als Symbol einer verfehlten Energiewende. Ein Wirtschaftsteil befasst sich mit dem US-amerikanischen „Clarity Act“ zur Kryptoregulierung.
Umfragen zeigen parteiübergreifenden Wunsch nach Volksabstimmungen
Der Wunsch nach direkter Demokratie sei immens gewachsen, da das Vertrauen in das politische System schwinde. 74 % der Befragten wollten Volksabstimmungen über zentrale Fragen wie Wehrpflicht, Rente oder Kernkraft.
Lauterbach und eine WHO-Kommission fordern globalen Klima-Gesundheitsnotstand
Eine WHO-Expertenkommission unter Beteiligung von Karl Lauterbach fordere, die Klimakrise als gesundheitlichen Notstand von internationaler Tragweite einzustufen. Dies sei, so Tichy, „die höchste Alarmstufe“, die Eingriffsrechte vorbereiten solle. Lauterbach setze nun auf ein anderes „Katastrophenpferd“, da ihm bei Corona niemand mehr glaube.
Correctiv erhält weiter staatliche Gelder trotz juristischer Niederlage
Das Recherchezentrum Correctiv bekomme für 2025 und 2026 rund 460.000 Euro aus staatlichen Programmen, obwohl das Landgericht Berlin zentrale Formulierungen der Potsdam-Recherche untersagt habe. Tichy kommentiert, wer anderen Desinformation vorwerfe, „sollte selbst höchste Präzision liefern“.
Rückbau des Kernkraftwerks Grohnde wird als industrielle Zerstörung dargestellt
Niedersachsens grüner Energieminister Meyer feiere die Abrissgenehmigung als Erfolg. Die Anlage, die „mehr als 400 Milliarden Kilowatt Strom“ erzeugt habe, werde durch wetterabhängige Energie ersetzt. Nachfolgende Generationen würden zurückblicken und fragen, „wer eigentlich auf die Idee kam, eine sichere Energieversorgung zu sprengen und das auch noch Fortschritt zu nennen“.
Stadtwerke stehen finanziell vor dem Kollaps durch Energiewende-Kosten
Der Investitionsbedarf für die Energiewende überfordere viele Kommunalversorger. In Cham im Bayerischen Wald hätten die Stadtwerke 2024 rund 50 Mal große Photovoltaikanlagen abschalten müssen, um eine Netzüberlastung zu verhindern. Der Stadtwerke-Leiter nenne diesen Vorgang selbst „ein Armutszeugnis“.
Spaniens Sozialistische Partei erleidet historische Niederlage in Andalusien
Bei der Regionalwahl in Andalusien stürzten die Sozialisten von Ministerpräsident Sánchez auf nur noch 28 Sitze ab – ein historisch schlechtes Ergebnis in einer ehemaligen Hochburg.