1. Staatliche Finanzierung und Struktur der "Aussteigerhilfe Rechts"
Die Sprecher behaupten, die "Aussteigerhilfe Rechts" in Niedersachsen sei keine NGO, sondern eine staatliche Organisation, die jährlich mit 30 Millionen Euro an Steuergeldern finanziert werde. Maximilian Tichy kritisiert, dass der finanzielle Aufwand in keinem Verhältnis zur Qualität der Webpräsenz oder der erarbeiteten Dokumente stehe. Er stellt infrage, ob dieses Geld effektiv eingesetzt werde, da er bei der Arbeit des Portals eine Diskrepanz zwischen Budget und Ergebnis sehe.
2. Kritik an der Indizierung von Medien
Es wird moniert, dass das vom niedersächsischen Justizsozialdienst herausgegebene Glossar neben extremistischen Symbolen auch explizit unabhängige, publizistische Medien wie Tichys Einblick, die Junge Freiheit, die Preußische Allgemeine und das Magazin CATO aufliste. Maximilian Tichy bezeichnet dies als "Dammbruch" und einen "Übergriff auf die freie Meinungsbildung", da hierdurch staatliche Stellen Stimmung gegen kritische Medien machten.
3. Vorwurf der "Gesinnungsschnüffelei"
Laut Maximilian Tichy vermische das Glossar berechtigte Informationen über extremistische Codes mit alltäglichen Symbolen, Emojis oder Lebensstilen. Er führt an, dass unter anderem die Nutzung bestimmter Emojis (wie Adler oder Kiwis) als Indiz für eine rechte Gesinnung gewertet werde. Die Argumentation der staatlichen Stelle wirke wie ein "Gesinnungsradar", das jede Position außerhalb einer "linksgrünen polit-medialen Hegemonie" als extremistisch markiere.
4. Zweifel an der Experten-Methodik
Maximilian Tichy behauptet, dass die Ausarbeitung des Glossars fragwürdige Quellen nutze. Er kritisiert, dass für die Einordnung von Publikationen teilweise Wikipedia als Quelle herangezogen werde, was er als intellektuell anspruchslos empfinde. Die Kategorisierung von Medien, die sogar Interviews mit Politikern der SPD oder CDU führen, werde als "rechtspopulistisch" abgestempelt, wobei eine Gegendarstellung oder inhaltliche Auseinandersetzung fehle.