1. Vorwurf der „Hitler-Besessenheit“ als politisches Instrument
Julian Reichelt behauptet, dass der politisch-mediale Mainstream Begriffe wie „Hitler“, „Faschismus“ oder „Nazi“ inflationär nutze, um jede Form von abweichender Meinung zu diskreditieren. Er stellt die These auf, dass Hitler in der aktuellen politischen Debatte als „Schutzpatron“ für politische Bequemlichkeit diene, um notwendige inhaltliche Auseinandersetzungen zu vermeiden. Er bezeichnet dies als eine Form der „Schizophrenie“: „Die Hitler-Besessenheit der politisch-medialen Elite ist die wohl größte Schizophrenie unseres Landes.“
2. Gleichsetzung von CDU und Linkspartei bei Extremismus-Vorwürfen
Reichelt argumentiert, dass die von der CDU gegen die AfD vorgebrachten Argumente (Kremmel-Nähe, Antisemitismus, Wirtschaftsfeindlichkeit) in gleichem oder stärkerem Maße auf die Linkspartei zutreffen würden. Er behauptet, die CDU nutze die „Brandmauer“ selektiv, um Machtansprüche zu sichern, während sie gleichzeitig mit der Linkspartei kooperiere. Er zitiert hierzu den Linken-Chef Luigi Pantisano: „Und letztlich gibt es auch gerade gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder die Faschisten selbst.“
3. Unterstellung der Billigung von Gewalt durch die Linkspartei
Der Moderator behauptet, die Linkspartei sei eine Ansammlung von „Stalinisten“ und „Israel-Hassern“, die zur Gewalt gegen politische Gegner aufrufe. Er verweist auf Aussagen von Parteimitgliedern, in denen Begriffe wie „Garaus machen“ gefallen seien. Reichelt interpretiert dies als direkte Morddrohung gegen die CDU: „Sie will auch gleich Kapitalisten und Faschisten, also der CDU, den Garaus machen, sie also umbringen, töten.“
4. Zynische Machtkalkulation als Ursache für die Brandmauer-Politik
Als zentrales Motiv für die Haltung der CDU identifiziert Reichelt puren Machterhalt. Er unterstellt, dass die Union eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei bevorzuge, da sie dort ihre Position als führende Kraft wahren könne, während sie bei einer Kooperation mit der AfD zur Juniorpartnerin degradiert würde. „Mit der Linkspartei kann die CDU noch regieren, mit der AfD bliebe vor allem im Osten nur noch die Rolle als Juniorpartner, als gedemütigter Juniorpartner.“