Der Newsletter „we all are robots“ bündelt fünf Meldungen aus der Robotikbranche. Größter Aufmacher ist der Börsengang des chinesischen Herstellers Unitree: Als erster Anbieter humanoider Roboter an der Festlandbörse notiert, schoss die Aktie am ersten Tag um 460 Prozent von 150,80 auf 845 Yuan. Der Autor hebt hervor, dass Unitree mit 5.500 verkauften Robotern und 278 Millionen Yuan Gewinn eine Ausnahme sei – die meisten Konkurrenten schrieben Verluste. Gleichzeitig dämpfen Fachleute wie Harold Soh die Erwartungen an Heimroboter; als naher Markt gelten Fabriken und Krankenhäuser. Die US-Regierung hat chinesische Roboter aus Sicherheitsgründen verboten. Ein zitierter Forscher bringt die Verschiebung auf den Punkt: „American robotics companies barely make the news anymore, and Chinese firms have taken their place as the cool kids on the block.“
Daneben berichtet der Newsletter über zwei Finanzierungsrunden. Veeda AI, gegründet von Ex-NVIDIA-Forscherin Sanja Fidler, erhielt 90 Millionen Dollar Seed-Kapital für „Weltmodelle“ – Simulationen, in denen Roboter durch Versuch und Irrtum lernen sollen, ohne reale Schäden anzurichten. Gravis Robotics, ein ETH-Spin-off, sicherte sich 200 Millionen Dollar von SoftBank für die Nachrüstung von Baggern verschiedener Hersteller mit einer einheitlichen Software. Das Besondere: Die Technik funktioniert herstellerübergreifend und soll die Produktivität um bis zu 30 Prozent steigern.
Die letzten beiden Meldungen zeigen Plattform- und Produktstrategien. Uber investiert in den Drohnenlieferanten Zipline und will bis 2029 eine Million Lieferungen pro Tag ermöglichen. Statt eigener Technik setzt Uber auf Aggregation – wie schon bei Robotaxis. CEO Dara Khosrowsh