Der Newsletter von Public Notice – verfasst von der Rechtsjournalistin Liz Dye – rekonstruiert die juristische Eskalation zwischen Disney/ABC und der von Brendan Carr geführten FCC. Ausgangspunkt ist eine am Dienstag eingereichte Klage, mit der ABC, Disney und acht lokale ABC-Sender die Behörde, Carr sowie zwei weitere Kommissar:innen wegen Verletzung des Ersten Verfassungszusatzes verklagen. Der Vorwurf: Die FCC habe vorgeschobene Ermittlungen und Lizenzverfahren genutzt, um den Konzern für kritische Berichterstattung über die Trump-Regierung zu bestrafen.
Die Vorgeschichte reicht laut Newsletter über ein Jahr zurück. So habe Trump offen gefordert, ABC solle seine Lizenz verlieren, etwa nach der Moderation der Präsidentschaftsdebatte 2024. Carr habe gedroht, man könne es „auf die einfache oder harte Tour“ machen. ABC wiederum habe sich lange angepasst: Jimmy Kimmel sei suspendiert worden, politische Interviews seien vorsorglich gestrichen und über 13.000 Seiten interner Unterlagen an die FCC geliefert worden. Besonders im Visier: die Sendung „The View“ und Vorwürfe sogenannter DEI-Diskriminierung.
Der Hebel der Behörde seien die lok