Paul Krugman: Trump’s America and the Axis of Autocracy
Ein pointierter Blick auf die ideologische Vernetzung globaler Autokratien und rechter Bewegungen im Kontext aktueller US-Politik.
Paul Krugman
6 min readDer Newsletter "Notes on economics and more" analysiert die Entstehung einer neuen "Achse der Autokratie", bestehend aus Wladimir Putin, Viktor Orbán, der deutschen AfD und der Trump-Administration. Die zentrale These ist, dass diese Akteur:innen durch Rassismus, Ethnonationalismus und die Ablehnung liberaler Demokratien vereint seien.
Als Beleg dient das Eingreifen der US-Regierung in europäische Wahlen, etwa Vances Unterstützung für Fidesz. Besonders brisant ist die Schilderung eines US-Krieges gegen den Iran. Obwohl Russland dem Iran Zieldaten für Angriffe auf US-Militärs liefert, halte Trump an seiner Loyalität zu Putin fest. Die verfassende Person sieht darin einen beispiellosen Verrat und resümiert über Trump: "Jedes Mal, wenn man denkt, dass er nicht noch tiefer sinken kann, tut er es."
## Einordnung
Der Text nutzt ein stark alarmistisches Framing zur Warnung vor einem globalen rechtsextremen Netzwerk. Die linksliberale Perspektive zeichnet eine klare ideologische Gut-Böse-Dichotomie und kritisiert die Normalisierung demokratiefeindlicher Narrative scharf. Traditionelle geopolitische Motive werden dabei weitgehend ausgeblendet. Für Leser:innen, die sich mit der Vernetzung rechter Strömungen befassen, ist dies eine pointierte Lektüre. Wer neutrale Analysen sucht, erhält hier jedoch eine stark wertende Streitschrift.