1. Fokus auf Migrationspolitik und Abschiebung
Arno Bausemer fordert eine drastische Verschärfung der Migrationspolitik. Er behauptet, dass Geflüchtete eine Belastung für das Sozialwesen und die Sicherheit darstellten. Es müsse eine "Abschiebung in Größenordnung" stattfinden, da er keinen Asylgrund mehr für Menschen aus Syrien oder Afghanistan sehe. Er formuliert dies drastisch: "Von morgens bis abends müssen Menschen dieses Land hier wieder verlassen."
2. Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk
Die AfD wolle den Rundfunkstaatsvertrag kündigen, was laut Bausemer dazu führen solle, dass Sachsen-Anhalt aus dem Beitragssystem aussteige. Er bezeichnet den Rundfunk als "Zentrale für Falschberichterstattung" und behauptet, die Bürger:innen wollten keine Berichterstattung im Stil von Dunja Hayali, sondern Angebote wie den Deutschland-Kurier oder Utopia TV. Er sehe nicht ein, "irgendwas zu finanzieren".
3. Diskreditierung politischer Gegner und Medien
Bausemer äußert sich abwertend über politische Mitbewerber und kritisiert die Berichterstattung über die AfD als "Schmutzfinken"-Kampagnen. Er bezeichnet den amtierenden Ministerpräsidenten als jemanden, der in einer "eigenen Welt" lebe, weil dieser eine Fortführung der Regierung ohne AfD-Mehrheit in Aussicht gestellt habe. Die politische Debatte wird hier als Kampf zwischen "Volkswillen" und dem Festhalten an "Pfründen" gerahmt.
4. Interpretation von Protesten
Auf die Frage nach Gegenprotesten reagiert Bausemer mit Verallgemeinerungen. Er behauptet, die Protestierenden seien bildungsfern und wüssten vermutlich gar nicht, wogegen sie demonstrierten. Protest wird als Zeichen einer "Bildungskatastrophe" gedeutet, während der eigene Parteitag als "demokratischer" Prozess legitimiert wird.
5. Selbstverständnis und Mobilisierung
Bausemer positioniert sich und seine Partei als einzige Akteure, die das Land "zum Guten verändern" könnten. Er fordert die Bevölkerung explizit auf, zur Wahl zu gehen, und nutzt dabei eine populistische Rhetorik: "Jetzt heißt es... Arschbacken zusammenkneifen, noch acht Wochen durchziehen". Er beansprucht für die Partei die Rolle der notwendigen "Veränderung" in einer Demokratie.