Im ARD-Podcast "Hateland" spuren Reporter Martin Kaul und Helene Fröhmcke verschwundenen Bundeswehr-Waffen nach, die Rüdiger von Pescatore 1993 aus ehemaligen NVA-Depots unterschlug. Der damalige Fallschirmjäger-Kommandoführer begründete das Vorgehen laut Zeugen damit, dass die Bundeswehr Waffen brauche, die bereit seien, "das Vaterland zu verteidigen" und „eine bewaffnete Truppe" aufzustellen. Mehrere Kalaschnikows, Pistolen und Scharfschützengewehre wurden nie wiedergefunden; Zeugen berichten von Waffenversteck-Fantasien. Das Gericht verurteilte von Pescatore 1996 wegen Unterschlagung zu 1 Jahr 9 Monate auf Bewährung, lehnte aber die Annahme einer terroristischen Vereinigung ab. Der Offizier stammt aus einer preußischen Adelsfamilie und sah sich selbst als preußischer Verteidiger des Landes.
1. Verschwundene Waffen aus NVA-Depots als Keimzelle späterer Umsturzpläne
Ein ehemaliger Bundeswehr-Kamerad von Pescatores berichtet: " Pistolen, Scharfschützengewehre, Kalaschnikows" seien unregistriert verschwunden. Kaul konfrontiert Akten und Zeugen mit dem Szenario, dass die Waffen heute noch jemandem gehören könnten.
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2. Gerichtliche Bewertung: Unterschlagung, jedoch keine terroristische Vereinigung
Die Staatsanwaltschaft warf von Pescatore vor, die Waffen zu einem künftigen Umsturz versteckt zu haben. Der Richter stufte das zwar als "bedenklich", aber nicht als bewiesen ein; das Urteil lautete nur wegen Unterschlagung.