Zusammenfassung

Die AfD-Fraktion stellt im August 2026 eine Kleine Anfrage zur Digitalen Automatischen Kupplung (DAK), einem zentralen Baustein der EU- und Bundespläne zur Steigerung des Schienengüterverkehrs auf 25 % Marktanteil bis 2030. Die 20 Fragen zielen auf finanzielle Aspekte, Fördermittelvergabe, technische und wirtschaftliche Machbarkeit sowie internationale Perspektiven der Technologie. Konkrete Punkte sind die Höhe der Bundesmittel für das Projekt DAC4EU, Kofinanzierungen durch die EU, Kosten der Umrüstung, Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Schraubenkupplungen und Alternativtechnologien sowie globale Marktchancen. Zudem werden technische Details wie Temperaturbeständigkeit, Instandhaltungskosten und Zeiteinsparungen abgefragt.

Einordnung

Die Anfrage folgt einer klassischen AfD-Strategie der selektiven Sachlichkeit: Einerseits werden validen Fragen zu Kosten, Finanzierung und Alternativen gestellt, die eine rationale Prüfung der DAK-Politik erfordern. Andererseits dient der Fokus auf extrem hohe Umrüstkosten (6,4–8,6 Mrd. Euro) und die Betonung anderer Projekte (z. B. autonome Straßenfahrzeuge) vermutlich dazu, die Sinnhaftigkeit der DAK als zentrales Infrastrukturprojekt infrage zu stellen. Möglicherweise könnte hinterfragt werden, ob hier eine teure Lösung ohne hinreichenden Nutzen überstürzt durchgesetzt werden soll. Die Frage nach Alternativen könnte auch eine Skepsis gegenüber EU-geführten Infrastrukturprojekten widerspiegeln. Die Antragsteller vermeiden dabei explizit ideologische Aussagen, bleiben aber in der Tradition der AfD bei der Auswahl und Gewichtung von Fakten stets interessengeleitet.