Zusammenfassung
Die Fraktion Die Linke thematisiert in ihrer Kleinen Anfrage die hohe Altersarmut in Bremen – mit Fokus auf strukturelle Benachteiligung von Frauen. Laut Armutsberichten und Bundesdaten seien besonders ältere Frauen überdurchschnittlich betroffen, da Teilzeitarbeit, erziehungsbedingte Erwerbsunterbrechungen und niedrigere Rentenansprüche im Westen Deutschlands die Altersarmut verschärften. Die Anfrage zielt auf detaillierte Daten zu Rentenhöhen, Erwerbsverläufen (Teilzeit, Minijobs), Grundsicherungsbezug und Armutsrisiken in Bremen im Vergleich zu Ost- und Westdeutschland. 20 konkrete Fragen fordern Aufschlüsselungen nach Geschlecht und Regionen, darunter Entwicklungen der Riester-Rente, Lebenserwartung und die Auswirkungen geplanter Rentenreformen wie Lebenserwartungs-Anpassungen.
Einordnung
Die Anfrage folgt einer strategischen Strategie: Sie verknüpft bundesweite Fakten (Armutsberichte, Altersberichte) mit Bremer Fokus, um regionale Härten zu belegen. Typisch für Die Linke ist die Hervorhebung geschlechtsspezifischer Ungleichheit, hier durch Daten zu Rentenlücken bei Frauen. Indirekt wird die Bundesregierung kritisiert, da auf keine ausreichenden Gegenmaßnahmen verwiesen wird – stattdessen würden Kürzungen und Rentenkürzungen drohen. Die Fragen zielen gleichzeitig auf Transparenz: Der Verzicht auf Verweise auf andere Drucksachen könnte darauf abzielen, eine klare Datenlage einzufordern. Möglicherweise soll damit Druck für Rentenreformen mit sozialem Ausgleich erzeugt werden. Die Datenlage zur Lebenserwartung in Bremen (Rückgang) dient als Argument gegen geplante Anhebungen der Regelaltersgrenze.