Zusammenfassung
Die Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke thematisiert erhebliche Zahlungsverzögerungen bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) nach der Einführung der SAP-Software S/4HANA. Betroffen sind externe Partnerorganisationen im Globalen Süden – vor allem lokale NGOs und KMU –, deren Arbeit durch ausbleibende Zahlungen unterbrochen oder verzögert wird. Die Anfrage fragt nach Ausmaß, Ursachen und Verantwortlichkeiten der Störungen sowie nach konkreten Folgen wie Projektunterbrechungen, Mehrkosten und Sicherheitsrisiken. Zudem werden Maßnahmen der Bundesregierung zur Steuerung der IT-Umstellung und zur Vermeidung von Umverteilungskosten diskutiert.
Einordnung
Die Anfrage zielt darauf ab, politische und administrative Konsequenzen aus dem IT-Fehlschlag der GIZ offenzulegen. Möglicherweise unterstreicht sie die strukturelle Verantwortung des Bundes, lokale Partner gegenüber Fehlentwicklungen internationaler Vorhaben abzusichern. Die Linke könnte eine narrative Verknüpfung zwischen Digitalisierungsrisiken und sozialer Ungleichheit im Globalen Süden anstreben, um die politische Gestaltungsmacht der Regierung in Frage zu stellen.