Der Ökonom Paul Krugman zieht eine düstere Bilanz nach einem Monat Krieg zwischen den USA und Iran. Er vergleicht die Strategie der US-Regierung mit gescheiterten Wirtschaftstheorien: Wie Politiker:innen 2008 an eine Vertrauensfee glaubten, hoffe Verteidigungsminister Hegseth auf eine Tödlichkeitsfee. Die Annahme sei, dass Zerstörung automatisch strategische Erfolge bringe. Hegseth habe wörtlich um göttliche Hilfe für "überwältigende Gewalteinwirkung gegen diejenigen, die keine Gnade verdienen" gebeten. Krugman dekonstruiert die diskutierten Bodentruppen-Einsätze als militärisch völlig sinnlos. Zudem verweist er auf Donald Trump, der einerseits von angeblich erfolgreichen Verhandlungen spreche, andererseits jedoch die Bombardierung ziviler Infrastruktur androhe. Krugman wertet dies als planlose Ankündigung massiver Kriegsverbrechen, die keine geopolitischen Probleme lösen würden. ## Einordnung Krugman übt scharfe Kritik am Militarismus der aktuellen Administration. Er demaskiert eine Agenda, die von christlich-nationalistischer und maskulinistischer Gewaltverherrlichung geprägt ist und entmenschlichende Rhetorik normalisiert. Die Perspektive der zivilen Opfer bleibt dabei eher Randnotiz, im Fokus steht vor allem die offenkundige strategische Inkompetenz der US-Führung. Der analytisch pointierte Newsletter ist gesellschaftspolitisch hochrelevant. Er ist eine uneingeschränkte Leseempfehlung für Leser:innen, die sich kritisch mit den imperialen Eskalationsdynamiken und der gefährlichen außenpolitischen Ziellosigkeit der amtierenden US-Regierung auseinandersetzen möchten.