In dieser Episode von *The Take* bespricht Gastmoderator Kevin Hirten mit dem Nahost-Forscher Abdulla Hawez die Lage im Irak, der als Schauplatz eines regionalen Krieges dient. Das Gespräch beleuchtet die interne Zersplitterung des Landes. Dabei wird die massive geopolitische und wirtschaftliche Abhängigkeit des Iraks von den USA als unhinterfragte machtpolitische Realität vorausgesetzt. ### Zentrale Punkte * **US-Hegemonie und Kontrolle** Hawez erkläre, dass die USA maßgeblich die irakische Regierungsbildung blockierten. Da fast die gesamten irakischen Öleinnahmen über US-Reserven liefen, besitze Washington ein faktisches Veto. * **Kurden im Kreuzfeuer** Die kurdischen Gebiete würden von mehreren Seiten angegriffen, schildere Hawez. Die lokalen Akteur:innen versuchten neutral zu bleiben, da ihnen angesichts der Übermacht schlicht Alternativen fehlten. ### Einordnung Die Episode liefert eine fundierte strukturelle Analyse der zersplitterten Machtverhältnisse im Irak. Kritisch zu betrachten ist, dass die enorme Kontrolle der USA über irakische Öleinnahmen als geopolitischer Standard hingenommen und nicht als imperiale Machtausübung benannt wird. Zudem dominieren durchweg sicherheitspolitische und militärische Logiken, während zivile Perspektiven auf den eskalierenden Konflikt fast vollständig ausgeblendet werden. **Hörempfehlung**: Empfehlenswert für alle, die ein tieferes Verständnis für die komplexe innenpolitische Dynamik und geopolitische Ohnmacht des Iraks suchen. ### Sprecher:innen * **Kevin Hirten** – Gastmoderator bei The Take * **Abdulla Hawez** – Nahost-Forscher mit Fokus auf Geopolitik im Irak