Die Eröffnung der "Politischen Akademie Bayern" markiere einen strategischen Schritt der AfD. Björn Höcke und Vertreter wie Roland Hartwig, Rainer Rothfuß und Tobias Teich präsentieren dies als Aufbau einer eigenen „Kaderschmiede“ zur Vorbereitung auf Regierungsverantwortung.

Kompromisslosigkeit als Tugend

Tobias Teich erkläre, die Partei wolle „die absolute Mehrheit und damit auch die Verantwortung und die Macht ausüben ohne Kompromisse“. Jede Abweichung vom eigenen Kurs, etwa durch Koalitionen, wird als Verrat am Wählerwillen abgelehnt.

Schulung jenseits von Fachwissen

Höcke betone den Aufbau eines „historisch-politisch-philosophischen Tiefenbewusstseins“. Neben Parlamentshandwerk gehe es um „weltanschauliche Schulung“ und „Bildung zur Selbstbildung“, was auf eine ideologische Formung des Parteinachwuchses hindeute.

Systematische Elitenbildung

Man strebe keine klassische Parteiarbeit an, sondern eine „Meritokratie, die Herrschaft der Besten, der Klügsten, der charakterlich Integresten“. Höcke verachte „Bier- und Bratwurstpolitiker“ und fordere eine „systematische Bestenauslese“, um eine neue Funktionselite zu formen.

Vokabular der Systemüberwindung

Höcke benutze biologistisches Vokabular und verlange eine „Renaissance“, eine „Wiedergeburt“ für Deutschland und Europa. Man wolle das Land „vom Kopf auf die Füße stellen“ und die bestehenden „Kartellparteien“ bekämpfen, die als „dysfunktionale Funktionselite“ und „fremdbestimmt“ diffamiert werden.

Alternative Medieninfrastruktur

Teich feiere die Symbiose mit Medien wie dem Deutschland-Kurier als Teil einer Gegenöffentlichkeit. Es sei eine „absolute Dorn im Auge“ des Establishments, dass man in der „Herzkammer der Demokratie“ nun „frei und ungeschönt“ berichte.