In der Sonderausgabe von Public Notice wird ein Interview mit Donald Sherman, dem Präsidenten der Ethik-Organisation CREW, geführt. Sherman erhebt schwere Vorwürfe gegen Ex-Präsident Trump: Dieser habe rund zwei Milliarden US-Dollar an Steuergeldern entwendet, um einen illegalen Fonds zu schaffen, über den er ungestraft verfügen kann. Der Vorgang sei „Korruption in einem beispiellosen Ausmaß in Amerika“, so Sherman. Der Zweck des Fonds gehe jedoch weit über Selbstbereicherung hinaus.
Das zentrale Argument: Trump wolle mit diesem „Vergleich“ mit seiner eigenen Regierung gezielt politische Gewalt belohnen und fördern. Es sei ein rückwärts- und vorwärtsgewandtes Signal an seine gewaltbereite Basis: Wer für ihn Gewalt anwendet, wird nicht nur vor Strafverfolgung geschützt, sondern sogar finanziell entschädigt. Dies stehe in direktem Zusammenhang mit den Begnadigungen der Kapitol-Stürmer:innen.
Einordnung
Das Gespräch stammt von einer klar Trump-kritischen Quelle. CREW ist eine überparteiliche Organisation, die sich für Transparenz und Rechtsstaatlichkeit einsetzt, dennoch werden hier vor allem die Perspektiven der Anklagenden beleuchtet. Juristische oder politische Gegenargumente bleiben außen vor. Die drastische Wortwahl – „Diebstahl“, „Aufstands-Slush-Fonds“ – unterstreicht die dramatisierende, investigative Stoßrichtung des Newsletters. Leser:innen, die sich für die rechtlichen und ethischen Verfehlungen der Trump-Ära interessieren, erhalten hier eine zugespitzte Einordnung. Wer neutralere Analysen sucht, sei zur Vorsicht gemahnt – der Text ist kompromisslose Advocacy, keine ausgewogene Berichterstattung.