Zusammenfassung
Die Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke unter Leitung von Pascal Meiser, Janine Wissler und weiteren Abgeordneten thematisiert systematische Probleme im Einzelhandel. Als Grundlage dient eine ver.di-Studie aus 2025 mit 11.732 Befragten, die auf schlechte Arbeitsbedingungen, unfreiwillige Teilzeit, finanzielle Sorgen und fehlende Anerkennung hinweist. Die Anfrage zielt darauf ab, bundesweite Daten zu Beschäftigtenzahlen (2010–2026), Entlohnung (Medianlöhne, Niedriglohnsektor), Arbeitszeitmodellen (Teilzeitquoten, Überstunden), Tarifbindung, Arbeitsunfällen und auch zu Straftaten gegen Beschäftigte zu erhalten. Besonders im Fokus stehen geschlechtsspezifische und regionale Unterschiede sowie der Vergleich zur Gesamtwirtschaft.
Einordnung
Der Fokus auf strukturelle Benachteiligung im Einzelhandel – einem Sektor mit hoher Teilzeitquote und Niedriglöhnen – folgt der Programmatik der Linken, prekäre Beschäftigung und Lohnungleichheit gesellschaftlich zu problematisieren. Durch die detaillierte Datenabfrage zu 24 verschiedenen Aspekten könnte eine empirische Grundlage geschaffen werden, um politische Forderungen nach Mindestlöhnen, Arbeitszeitsenkungen oder Tarifausweitungen zu untermauern. Die ver.di-Studie dient dabei als sachlicher Anknüpfungspunkt, um das Narrativ der „systemrelevanten, aber ausgebeuteten Beschäftigten“ zu stützen. Möglicherweise könnte die Bundesregierung Antworten nutzen, um eigene Handlungsfelder in den Bereichen Arbeitsschutz oder Lohnpolitik zu benennen – oder aber die Daten strategisch zu selektieren, um Reformbedarf herunterzuspielen.
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