Zusammenfassung

Die Fraktion Die Linke fragt in einer Kleinen Anfrage nach detaillierten Zahlen zu staatlichen Überwachungsmaßnahmen durch Bundesbehörden im zweiten Halbjahr 2025. Thematisiert werden der Einsatz von WLAN-Catchern, IMSI-Catchern, stillen SMS, IP-Catching, Funkzellenabfragen, Standortabfragen sowie digitale Fernzugriffe wie Quellen-TKÜ oder Online-Durchsuchungen. Die Anfrage umfasst Fragen nach Behörden, technischen Mitteln, Betroffenenzahlen, Benachrichtigungen und Ermittlungserfolgen. Hintergrund ist die Forderung nach mehr Transparenz angesichts neuer Gesetzesvorhaben zur Überwachungsgesamtrechnung und die Kritik an früheren Verschlusssachen-Praktiken der Regierung.

Einordnung

Die Kleine Anfrage dient der demokratischen Kontrolle staatlicher Überwachungspraxis und zielt auf eine unabhängige Überprüfbarkeit der Verhältnismäßigkeit von Grundrechtseingriffen ab. Die Fraktion Die Linke könnte hier eine bewusste Strategie verfolgen, die aktuelle Überwachungsbefugnisse und deren Folgen sichtbar zu machen – insbesondere vor dem Hintergrund geplanter Novellen von Bundespolizei- und BKA-Gesetzen. Die Konzentration auf konkrete Technologien und Zahlen deutet auf ein narratives Framing hin, das sich auf systematische Intransparenz und potenzielle Massenüberwachung bezieht. Kritisch wäre zu analysieren, ob die Fragestellung bestimmte Aspekte (z. B. spezifische Straftatbestände oder Gefahrenlagen) auslässt, um einen übergreifenden Überwachungsdiskurs zu prägen.