Der Newsletter der NGO "Automated Society" analysiert den zurückhaltenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz in militärischen Planspielen. Diese Wargames zur Schulung von Offizier:innen fänden laut Jan Landsiedel von der Bundeswehr größtenteils analog statt. Gründe seien die teure Digitalisierung und die eklatante Schwäche von Sprachmodellen bei der Simulation von Politik. Auch beim Navigieren setze das Militär infolge des Ukraine-Krieges auf analoge Orientierung. Daraus folgt die Warnung: Das Militär erkenne die Grenzen automatisierter Werkzeuge. Der Text postuliert zudem, dass KI-Modelle Nutzer:innen eher "less skilled and more gullible" machen würden. ## Einordnung Der Text instrumentalisiert militärische Logik, um eine technologiekritische Agenda zu stützen. Das Framing suggeriert: Wenn selbst Armeen auf KI verzichten, sollten zivile Sektoren ebenfalls vorsichtig agieren. Dabei bleibt unausgesprochen, dass Geheimhaltungsvorgaben und Feindszenarien kaum auf den zivilen Alltag übertragbar sind. Dennoch liefert der Text einen wertvollen Kontrapunkt zum neoliberalen KI-Hype und hinterfragt die angebliche Überlegenheit von Algorithmen. Der Newsletter ist hochgradig lesenswert für Entscheidungsträger:innen, die Argumente gegen eine unreflektierte Technologiegläubigkeit suchen.