Michael Brück und Peter Feist (vom rechtsextremen Magazin COMPACT) diskutieren in der Sendung „Brennpunkt des Tages“ die Äußerungen des israelischen Sicherheitsministers Itamar Ben-Gvir sowie Aussagen des „NEWS“-Chefredakteurs Julian Reichelt. Sie kritisieren scharf die israelische Kriegführung, werfen dem Land Völkerrechtsbrüche und Völkermord vor und verknüpfen dies mit einer Fundamentalkritik an der deutschen Nahostpolitik und der offiziellen Staatsräson. Zudem wird Eigenwerbung für das COMPACT-Spezial-Heft „Schurkenstaat“ betrieben.

1. Vorwurf von Massenhinrichtungen und Völkermord

Es werde berichtet, dass der israelische Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir in einem Video angeblich gefordert habe, jede Nacht willkürlich Menschen beziehungsweise Palästinenser hinzurichten, und Palästinenser als Tiere bezeichnet habe. Peter Feist äußerte dazu im Konjunktiv, dass es sich dabei um einen „Ungeist“ handele, der an die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnere, während Michael Brück betonte, dass es sich um „menschenfeindliche Äußerungen“ handele.

2. Fundamentalkritik an der deutschen Israel-Politik und historischer Vergleich

Die Gesprächspartner kritisierten, dass die Bundesrepublik Israel bedingungslos unterstütze und sich durch Waffenlieferungen und Kooperationen zum „Täter“ mache. Peter Feist behauptete, dass der Holocaust von israelischer Seite unzulässig instrumentalisiert werde, um heutige Kriegsverbrechen zu rechtfertigen, und forderte eine „Normalität im Umgang mit Israel“, in der Völkerrechtsnormen für alle gälten.

3. Auseinandersetzung mit Julian Reichelt und den Medien

Es wurde über Posts und frühere Aussagen des „NEWS“-Chefredakteurs Julian Reichelt gesprochen, der sich hinter Aussagen zur Bekämpfung von Terroristen gestellt und erklärt haben soll, Hamas-Anhänger hätten kein Recht zu leben. Brück und Feist warfen Reichelt vor, den Nationalsozialismus und die Vertreibung deutscher Vertriebener in einem Interview verharmlost beziehungsweise gerechtfertigt zu haben, und bezeichneten ihn als „Kriegsheter“ und „Völkermordbefürworter“.

4. Einordnung des Nahostkonflikts als Systemproblem

Im Verlauf des Gesprächs wurde behauptet, dass der Staat Israel seit seiner Gründung das Völkerrecht missachte und sich in einem „Dauerkriegszustand“ mit seinen Nachbarn befinde. Die Regierung um Benjamin Netanjahu wurde als „zionistische Klicke von Neurotikern und Völkermördern“ bezeichnet, wobei gleichzeitig differenziert wurde, dass das einfache israelische beziehungsweise jüdische Volk nicht für diese Politik verantwortlich gemacht werden dürfe.

5. Werbung für eigene Publikationen

Mehrfach wurde im Transkript auf das COMPACT-Spezial Heft mit dem Titel „Schurkenstaat: Geschichte und Gegenwart Israels“ verwiesen. Dieses Heft breche angeblich ein großes Tabu in der Bundesrepublik und liefere wichtige Dokumentationen über die angeblichen Verbrechen und die religiös-ideologischen Hintergründe der israelischen Regierung, die vom Mainstream verschwiegen würden.