1. Gesellschaftliche Passivität als Hindernis

Es werde angeführt, dass ein Großteil der Bevölkerung aufgrund von Passivität und einem Mangel an gesellschaftlicher Teilhabe den gesellschaftlichen Wandel verhindere. Es sei ein gefährlicher Trugschluss, das eigene Schicksal in die Hände von Parteien zu legen, da diese selbst in Machtstrukturen gefangen seien. Wie Elsa Mittmannsgruber erläutert, sei Teilhabe eine aktive Mitgestaltungspflicht: „Man kann nicht einfach sich zurücklehnen und hoffen, jemand anders wird schon richten, wenn man das tut, dann wird es jemand anders zwar richten, aber nicht unbedingt in deinem Sinne.“

2. Mangelnde Vernetzung und Orientierung

Basierend auf dem „Freiheitsbarometer 2025“ mit 22.000 Teilnehmenden werde konstatiert, dass Unzufriedenheit zwar vorhanden sei, jedoch durch ein Gefühl der Isolation gebremst werde. Viele Menschen hätten den Eindruck, als Einzelne keine Wirkung erzielen zu können oder als „rechtsextreme Randgruppe“ stigmatisiert zu werden. Diese Wahrnehmung sei jedoch gezielt gesteuert, um friedlichen Protest im Keim zu ersticken.

3. Psychologische Konditionierung zur Angepasstheit

Es werde die These aufgestellt, dass die Unterdrückung des eigenen Willens bereits in der Kindheit und im Bildungssystem durch die Erziehung zur Konformität beginne. Erwachsene hätten infolgedessen verlernt, eigene Kompetenzen zu erkennen oder kritische Fragen zu stellen, was in eine andauernde Opferhaltung und Passivität führe.

4. Spaltung als Steuerungsinstrument

Die gesellschaftliche Fragmentierung werde von „oben“ gezielt vorangetrieben, indem Lager (links gegen rechts, geimpft gegen ungeimpft, Mann gegen Frau) gegeneinander aufgehetzt würden. Künstliche Intelligenz verschärfe diesen Prozess, indem sie Nutzer:innen in „Gedankenstrudeln“ durch einseitige Bestätigung ihrer Meinung isoliere. Es sei notwendig, diese Spaltung zu durchschauen, um sich mit Gleichgesinnten vernetzen zu können.

5. Strategie der Minderheiten für den Wandel

Der Historiker David Engels habe im Film argumentiert, dass für den Systemwandel nicht die breite Masse nötig sei, sondern ambitionierte Minderheiten. Die Herausforderung bestehe darin, nicht nur ein „Wogegen“, sondern ein klares, konsensfähiges „Wofür“ zu definieren, um die eigene Handlungsfähigkeit („Selbstwirksamkeit“) zu erlangen.