Der Tech-Newsletter thematisiert zwei digitale Kontroversen. Zunächst beleuchten die Autor:innen Vorwürfe von Collien Fernandes, die ihren Ex-Mann beschuldige, hinter Deepfakes zu stecken. Der Text nutzt diese "virtuelle Vergewaltigung", um die fehlende Strafbarkeit sexualisierter Gewalt im Netz anzuprangern, und fordert Männer zur Zivilcourage auf. Zudem wird Google stark kritisiert. Unter Verweis auf The Verge wird dargelegt, wie die Suchmaschine Überschriften ungefragt durch KI-Texte ersetzt. Dies zeuge von "Geringschätzung für Journalismus" und ersetze Redaktionsarbeit durch "banalen KI-Slop". Man erkenne die Strategie, Nutzer:innen im Google-Ökosystem zu isolieren und Verlagen Traffic zu entziehen. ## Einordnung Der Text wählt eine progressive, netzpolitische Perspektive. Das Framing positioniert Google als Monopolisten und nutzt beim Deepfake-Skandal einen feministischen Ansatz. Ein inhaltlicher Bruch zwischen Gewaltdiskurs und SEO-Thema stört jedoch die Stringenz. Unausgesprochen schwingt die Annahme mit, dass unregulierte Tech-Macht zulasten der Pressefreiheit geht. Wegen der hohen gesellschaftlichen Relevanz ist diese Ausgabe eine Leseempfehlung für Medienschaffende und Bürger:innen, die fundierte Kritik an Big-Tech schätzen.