Sebastian Schmidtke, ein bekannter Akteur aus dem rechtsextremen Spektrum, meldet sich nach einer gesundheitlich bedingten Pause per Livestream von einer Kundgebung des „Spandauer Bündnisses gegen rechts“ in Berlin-Spandau zurück. Anlass ist der Todestag des NS-Kriegsverbrechers Rudolf Hess am 17. August 1987. Das Video beleuchtet die historischen Hintergründe des ehemaligen Alliierten-Gefängnisses, thematisiert eine jährliche Mahnwache gegen rechtsextreme Gedenkversuche und widmet sich ausführlich verschiedenen Verschwörungstheorien und Spekulationen um einen angeblichen Mord an Hess im Gewahrsam.
1. Zweifel an der offiziellen Suizid-Theorie durch KI-gestützte Thesen
Es gäbe zahlreiche Argumente, die gegen einen Selbstmord und für eine Tötung von Rudolf Hess sprechen würden, wie eine von ihm befragte künstliche Intelligenz dargelegt habe. So habe ein Münchner Gerichtsmediziner die Strangulationsspuren als ungewöhnlich eingestuft, und der 93-Jährige sei körperlich kaum noch dazu in der Lage gewesen, sich selbst mithilfe eines Kabels aufzuhängen. Dazu werde im Transkript angeführt: „Die Mordthese stellt teilweise auch die Echtheit beziehungsweise Entstehung des Abschiedsbriefes in Frage.“
2. Aussagen des ehemaligen Pflegers als Beleg für die Mordtheorie
Die Darstellungen des tunesischen Pflegers Abdalla Melaoui würden einen zentralen Baustein der Spekulationen um ein Verbrechen bilden. Der Pfleger habe angegeben, am Todestag zwei Männer in amerikanischen Uniformen gesehen zu haben, die er als mögliche Täter oder Angehörige eines britischen Kommandos interpretiert habe. Der Moderator führt dazu aus: „Diese Aussagen bilden einen wichtigen Bestandteil der späteren Mordtheorie, sind aber nicht unabhängig bestätigt.“
3. Geopolitische Motive und Geheimhaltung der Akten
Es bestünde ein anhaltendes öffentliches Interesse an den unter Verschluss gehaltenen Geheimdienstakten, da verschiedene Staaten ein Motiv gehabt haben könnten, den letzten Häftling des Spandauer Gefängnisses zum Schweigen zu bringen. Der Moderator merkt hierzu an: „Vertreter der Mordthese argumentieren, dass mehrere Staaten ein Interesse daran gehabt haben könnten, dass Hess nicht mehr lebend aus Spandau herauskamen.“
4. Statement des „Spandauer Bündnisses gegen rechts“
Vor Ort kommt eine anwesende Person des Gegendemonstrationsbündnisses zu Wort, die den Zweck der alljährlichen Versammlung vor dem heutigen Praxis- und Wohnareal erläutert. Zur Motivation der Mahnwache wird im Transkript erklärt: „Damit da keine Gedenkstätte für Nazi-Verehrung entsteht, haben wir uns seitdem, seitdem die nicht mehr in Wunsiedel, wo er begraben ist, sich treffen, haben wir hier jedes Jahr hier Demos gemacht.“