Kontext und Sprecher:innen

Das Video ist ein Kommentar der AfD-Bundestagsabgeordneten Nicole Höchst anlässlich des AfD-Bundesparteitags in Erfurt. Sie thematisiert die von ihr wahrgenommene Bedrohungslage durch linke Protestgruppen und kritisiert den Umgang staatlicher Akteure sowie anderer Parteien mit diesen Demonstrationen.

1. Prognose einer verschärften Sicherheitslage

Nicole Höchst behauptet, die interne Gefahrenprognose der Polizei lasse ein Szenario erwarten, „das Erfurt, Riesa, Gießen noch übertreffen könnte“. Sie spricht von „höheren Teilnehmerzahlen, professionelleren Strukturen“ und einer „gestiegenen Gewaltbereitschaft“ seitens linksextremer Gruppierungen.

2. Vorwurf der Unterstützung durch das politische Establishment

Die Sprecherin kritisiert, dass führende Vertreter der Linken und Grünen sowie Klimaaktivisten zu Protesten aufriefen, die rechtlich als „rechtswidrige Aktionen“ eingestuft würden. Sie stellt die rhetorische Frage, ob die Finanzierung solcher Demonstrationen durch Gewerkschaftsbeiträge „nicht schon Veruntreuung von Geldern“ sei.

3. Kritik an einer fehlenden „Brandmauer“

Es werde behauptet, dass zwischen dem „linken Establishment“ und linksextremen Akteuren keine Distanz bestehe. Höchst argumentiert: „Man kennt sich, man braucht sich und man schützt sich natürlich gegenseitig.“ Dies diene dazu, die AfD zu schwächen, da man kein „Vertrauen in die eigene Argumentationskraft“ habe.

4. Relativierung durch ein Gedankenexperiment

Nicole Höchst führt ein Gedankenexperiment an: „Man stelle sich vor, 2.500 gewaltbereite Rechtsextremisten wollten einen grünen Parteitag blockieren“. Sie behauptet, in diesem Fall würde es eine „landesweite Empörung, Sondersendung und Sippenhaft für Mitläufer“ geben, während bei den Protesten gegen die AfD eine „selektive Grundrechtsanwendung“ stattfinde.

5. Delegitimierung politischer Gegner

Die Sprecherin unterstellt, dass jene, die den Parteitag blockieren, die „freiheitlich-demokratische Grundordnung verlassen“ hätten. Sie wirft diesen Akteuren vor, sich „als Ankläger, als Richter und in Selbstjustiz auch als Vollstrecker“ aufzuspielen und somit den Rechtsstaat zu delegitimieren.