Der Newsletter "Public Notice" thematisiert die Umstrukturierung der US Agency for Global Media unter der Trump-Administration. Die Publikation schildert den Versuch, Auslandssender wie Voice of America in ein Regierungssprachrohr umzuwandeln. Im Zentrum steht Kari Lake, die unrechtmäßig als Geschäftsführerin eingesetzt worden sei. Sie habe umgehend über tausend Mitarbeiter:innen beurlaubt. Ein Bundesrichter habe diese Maßnahmen für nichtig erklärt und konstatierte: "Es fehlt nicht nur an einer schlüssigen Analyse seitens der Beklagten, es fehlt an jeglicher Analyse überhaupt." Ein weiterer Schwerpunkt ist der angebliche Abbau der redaktionellen Unabhängigkeit. Die Autor:innen zitieren Kari Lake: "Wir müssen sicherstellen, dass die Brandmauer verschwindet. Wir sollten kontrollieren können, welche Art von Inhalten veröffentlicht wird." Laut einer Klage zensiere das neue Führungspersonal unliebsame Inhalte rigoros. Der Mandarin-Dienst publiziere angeblich KI-generierte Bilder und übernehme Mitteilungen des Weißen Hauses wörtlich. Trump habe nun eine offizielle Geschäftsführerin nominiert, die als bloße Galionsfigur dienen solle. ## Einordnung Der Text vertritt eine regierungskritische Perspektive und fokussiert sich auf den Schutz der Pressefreiheit. Er bedient das Narrativ einer autoritären Gleichschaltung des Rundfunks durch die Regierung. Zwar stützt sich die Analyse fundiert auf Gerichtsdokumente, blendet jedoch eventuelle offizielle Begründungen zur Effizienzsteigerung aus. Rechte Agenden und die Normalisierung von Zensur werden klar verurteilt. Gleichzeitig schwingt die idealisierte Annahme mit, die Behörde habe zuvor völlig frei von geopolitischen US-Interessen agiert. Die Aushöhlung journalistischer Standards bei internationalen Sendern ist von enormer politischer Tragweite. Der Text ist sehr lesenswert für alle Bürger:innen, die sich präzise über institutionelle Umwälzungen in den USA und rechtspopulistische Angriffe auf die Pressefreiheit informieren möchten.