Kontext und Sprecher:innen
Dieses Video präsentiert einen Ausschnitt aus einer politischen Rede von Björn Höcke, dem Vorsitzenden der AfD-Thüringen. In diesem, dem Unterhaltungs- bzw. Agitationsgenre zuzuordnenden Clip, entwirft Höcke vor einem Parteipublikum eine Vision für ein „großartiges Deutschland“. Dabei nutzt er rhetorische Mittel, um eine klare Trennung zwischen einer angeblichen Elite und dem Volk zu ziehen.
1. Das Ideal der öffentlichen Ordnung und Sicherheit
Es werde behauptet, der Zustand einer Gesellschaft ließe sich direkt am Zustand von Autobahntoiletten ablesen. Zudem werde ein Deutschland skizziert, in dem Sicherheit durch Abwesenheit von Kriminalität („Haustürschlüssel hängen außen“) und ein Schutz vor Mobbing in Schulen gewährleistet sein solle.
2. Kritik an staatlicher Bevormundung und Korrektheit
Der Redner fordert einen Staat, der zwar einen Ordnungsrahmen setze, sich aber ansonsten aus dem Leben der Bürger:innen heraushalte. Es werde behauptet, es herrsche aktuell ein Klima von „politischer Korrektheit“ und „Zensur“, das durch ein Ideal der unbeschränkten Meinungsfreiheit ersetzt werden müsse.
3. Ablehnung internationaler Einflüsse
Das Ziel sei ein „volkssouveränes“ Land, das nicht durch „internationale NGOs“, „Geheimdienste“ oder „fremdbestimmte Politiker“ kontrolliert werde. Es werde die Vision eines Landes gezeichnet, das als „ehrlicher Makler“ zwischen West und Ost fungiere.
4. Der Heimatbegriff als Abgrenzungsmerkmal
Ein zentraler Punkt sei das „Recht auf Heimat“, welches bedroht sei, wenn man „zur Minderheit im eigenen Land“ werde. Dies werde als „schlechter Weg“ bezeichnet, den man verlassen müsse.
5. Dichotomie von Siegern und Verlierern
Der Redner konstruiert eine scharfe Trennung zwischen den Anwesenden in der Halle („Sieger der Geschichte“) und Kritikern bzw. politischen Gegnern außerhalb der Halle („Verlierer der Geschichte“), um den Zusammenhalt und die moralische Überlegenheit der eigenen Bewegung zu unterstreichen.