Zusammenfassung

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fragt nach Daten zu sachgrundlos befristeten Arbeitsverhältnissen in Deutschland (Stand 2025) und den geplanten Auswirkungen einer Ausweitung dieser Regelung durch die Ampelkoalition (CDU/CSU, SPD). Die Anfrage umfasst 20 Fragen zu Verbreitung, Struktur und Folgen befristeter Beschäftigung sowie zu arbeitsmarktpolitischen Zusammenhängen. Die Grünen verweisen auf ein Koalitionsabkommen der Union und SPD, das eine Ausweitung der sachgrundlosen Befristung auf bis zu 48 Monate bei bis zu sechs Verlängerungen vorsieht – inklusive der Aufhebung des Vorbeschäftigungsverbots.

Einordnung

Die Anfrage zielt darauf ab, empirische Grundlagen für die geplante Deregulierung der Befristungspraxis zu hinterfragen. Sie thematisiert sowohl individuelle Folgen für Betroffene (Arbeitsplatzsicherheit, Wohnen, Familienplanung) als auch makroökonomische Effekte (Fachkräftebindung, Wirtschaftswachstum) und rechtliche Rahmenbedingungen (Vereinbarkeit mit Verfassungsrecht). Die detailreiche Fragenreihe deutet auf eine strategische Kritik an der geplanten Arbeitsmarktreform hin, die als Instrument zur Flexibilisierung für Arbeitgeber erscheint, während mögliche soziale Spaltungseffekte ausgeklammert bleiben könnten.