René Martens analysiert im Medien-Watchblog "Das Altpapier" die mediale Inszenierung der Kernkraft zum 40. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl im April 2026. Er kritisiert, dass die Atomkraft in Deutschland als „totes Pferd“ fungiert, das von Debattenprofis als Chiffre in einem polarisierten Kulturkampf missbraucht wird. Martens legt offen, wie politische Akteur:innen die Geschichte instrumentalisieren, um energiepolitische Interessen zu verfolgen und dabei wissenschaftliche Fakten ignorieren. Besonders die Union und die EU-Kommissionsspitze stehen im Fokus, denen er opportunistische Positionswechsel und das Verbreiten ökonomischer Mythen vorwirft. Er zeigt auf, wie technische Fragen zu ideologischen Identitätsmerkmalen umgedeutet werden, wobei Windräder als „grün“ und Reaktoren als „schwarz“ markiert werden.

Ein zentraler Punkt der Analyse ist die Verantwortung des Journalismus und dessen passiver Umgang mit offensichtlichen Falschbehauptungen. Martens kritisiert eine „Zitier-Log