Zusammenfassung

Die Fraktion Die Linke fragt in ihrer Kleinen Anfrage nach der Entwicklung von Miet- und Wohnraumkosten in Bayern über die letzten zehn Jahre. Konkret werden detaillierte Daten zu Angebotsmieten in den 20 größten bayerischen Städten, der landesweiten Entwicklung, den höchsten Mietanstiegen sowie aktuellen Spitzenmieten nach Landkreisen und kreisfreien Städten abgefragt. Zudem interessieren die Entwicklung der Bestandsmieten, Baulandpreise und der Bestand an Sozialwohnungen. Ergänzend wird der Anteil der Haushaltseinkommen erfragt, der für Wohnen aufgewendet werden muss, inklusive der Anteile für Mieter:innen, die mehr als 30 % oder 40 % ihres Einkommens für Miete ausgeben.

Einordnung

Möglicherweise zielt die Anfrage darauf ab, die soziale Ungleichheit im Wohnungssektor Bayerns zu dokumentieren und politischen Handlungsbedarf aufzuzeigen. Die Fokussierung auf konkrete Daten könnte darauf hindeuten, dass Die Linke eine empirische Grundlage für Forderungen nach staatlicher Regulierung, sozialem Wohnungsbau oder Mietpreisbremse schaffen will. Durch die Aufschlüsselung nach Regionen und Einkommensanteilen ließe sich ein Bild der regionalen Disparitäten zeichnen, das als Argument für eine stärkere Bundesintervention in die bayerische Wohnungspolitik dienen könnte. Die Anfrage könnte auch als Reaktion auf kontinuierliche Berichte über exorbitante Mietsteigerungen in Großstädten wie München oder Augsburg zu verstehen sein.