Zusammenfassung

Die Fraktion Die Linke fragt mit einer Kleinen Anfrage nach einer detaillierten Aufschlüsselung der Unternehmensstruktur in Deutschland nach Betriebsgrößenklassen, Rechtsformen und regionalen Kriterien. Gefragt wird nach der Anzahl von Kleinst-, Klein-, Mittel- und Großunternehmen in den Bundesländern und Kreisen, ihrer Verteilung auf Einzelunternehmen, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften sowie den spezifischen Rechtsformen innerhalb der Betriebsgrößenklassen. Zudem soll der wirtschaftliche Einfluss der Betriebsgrößen auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – sowohl bundesweit als auch regional – quantifiziert werden. Weitere Fragen betreffen die Beschäftigtenzahl pro Größe und Bundesland, den Bedarf an Betriebsnachfolgen sowie die Inanspruchnahme und das Volumen staatlicher Förderprogramme nach Betriebsgrößen und Bundesländern.

Einordnung

Die Anfrage zielt darauf ab, strukturelle Ungleichheiten in der deutschen Wirtschaftspolitik sichtbar zu machen und möglicherweise politische Lücken in der Unterstützung bestimmter Betriebsgrößen oder Regionen aufzuzeigen. Möglicherweise könnte die Linke damit ein Narrativ der Benachteiligung mittlerer und kleinerer Unternehmen gegenüber Großkonzernen stärken, indem sie gezielt nach Finanzhilfen und Steuervergünstigungen pro Beschäftigten fragt. Die detaillierte regionale Aufschlüsselung könnte auch auf regionale Disparitäten hinweisen. Die Frage nach Nachfolgeprogrammen könnte darauf abzielen, ein strukturelles Problem mittelständischer Betriebe zu thematisieren, das gerade in strukturschwachen Regionen drängend ist. Ob die Daten den politischen Schluss stützen, bliebe abzuwarten – die Anfrage selbst dient zunächst der Informationsbeschaffung und setzt einen Fokus auf wirtschaftliche Machtverteilung.