1. Bewertung der Proteste als "Straßenterror"
Stephan Brandner bezeichne die Proteste gegen den AfD-Parteitag als "Straßenterror" und "Kriminelle", die "außer Rand und Band" seien. Er fordere, dass diese schnell zur Verantwortung gezogen und eingesperrt würden. Brandner betonte, dass es sich hierbei nicht um legalen Protest handele, sondern um "Straftaten ohne Ende" wie Nötigung und Körperverletzung. Er nahm dabei Bezug auf einen Angriff auf einen Reporter von Apollo News, dessen Brutalität er als "kaum zu überbieten" beschrieb.
2. Kritik an den sogenannten "Altparteien" und dem Innenminister
Brandner warf den etablierten Parteien, die er als "Kartellparteien" bezeichnete, vor, sich wie "Ertrinkende" zu verhalten, die "um sich schlagen". Er kritisierte den Innenminister von Thüringen scharf, da dieser bei Gegendemonstrationen mitgelaufen sei, obwohl er die Verantwortung für den Polizeieinsatz trage. Dieses Verhalten nannte Brandner ein "Armutszeugnis". Er behauptete, dass die "Altparteien" die "linke Ecke" und "Gewalttäter" instrumentalisieren würden, was er als "das Ende der Demokratie" interpretierte.
3. Rückblick auf den Parteitagsverlauf
Der Parteitag verlaufe nach Ansicht von Stephan Brandner trotz der äußeren Umstände sehr effizient. Er merkte an, dass es "relativ wenig Kampfkandidaturen" gegeben habe und die Vorsitzenden "ordentliche Ergebnisse" erzielt hätten. Besonders im Bereich der Stellvertreter habe sich die Partei personell neu aufgestellt. Er äußerte sich zuversichtlich hinsichtlich der "durchweg guten Personalauswahl".
4. Revision der "Unvereinbarkeitsliste"
Bezüglich der Unvereinbarkeitsliste innerhalb der Partei äußerte Brandner die Auffassung, dass eine Anpassung notwendig sei. Er erklärte, dass die Liste in der "Gründerzeit" der Partei berechtigt gewesen sei, um Unterwanderungen zu verhindern. Da die Partei inzwischen fast 80.000 Mitglieder zähle, sei diese Gefahr jedoch minimiert. Er kritisierte zudem die Orientierung der Liste an "Vorgaben vom Verfassungsschutz", was er als "logisch schlecht zu erklären" empfand, und stellte in Aussicht, dass der Bundesvorstand die Struktur der Liste in der nächsten Wahlperiode überprüfen werde.