1. Organisationsstruktur und Machtverhältnisse in der FIFA
Es werde vermutet, dass Entscheidungen innerhalb der FIFA nicht primär auf sportlicher Basis, sondern durch rein zahlenmäßige Mehrheiten bei Abstimmungen getroffen würden. Laut Thomas Berthold sei man als Funktionär „immun gegen alles“, sofern man 106 der 210 Verbände hinter sich wisse. Dabei würden europäische Interessen trotz des sportlichen Gewichts aufgrund der Statuten, die jedem Verband nur eine Stimme zugestehen, oft marginalisiert.
2. Kritik an der Einflussnahme der Politik auf den Sport
Es wird behauptet, dass der deutsche Fußball stark von politischen Akteuren „gekapert“ worden sei. Thomas Berthold kritisiert, dass der DFB durch Personen mit politischem Hintergrund aus dem Umfeld der SPD geprägt sei, was zu einer einseitigen Agenda führe. Er postuliert: „Sport und Politik müssen getrennt sein, das ist eben hier nicht der Fall.“
3. Verlust der Leistungs- und Vereinskultur
Die Sprecher beklagen einen massiven Verfall der Leistungsmentalität, sowohl im Nachwuchs als auch im Profibereich. Thomas Berthold bemängelt, dass Deutschland international sportlich „längst abgehängt“ sei und führt dies auf fehlende körperliche Robustheit und den Mangel an einer konsequenten Siegermentalität zurück. Diese Entwicklung wird als Spiegelbild der gesamten Gesellschaft interpretiert, in der Inklusion und „Lari-fari-Vorgaben“ den Leistungsgedanken verdrängt hätten.
4. Instrumentalisierung gesellschaftlicher Diskurse
Matthias Matussek und Thomas Berthold zeichnen ein düsteres Bild der gesellschaftlichen Zustände in Deutschland. Sie sehen eine „Mundzuhaltungskultur“ und bezeichnen aktuelle Demonstrationen gegen Rechtsextremismus als „orchestriert“ oder „vom Staat finanziert“. Sie ziehen Parallelen zwischen einer vermeintlichen Ausgrenzung von Regierungskritikern und historischen Hexenverfolgungen.
5. Kritik an der Schiedsrichterleistung und Technologie
Die Einführung technischer Neuerungen wie der Chip im Ball oder die „Hydration Breaks“ wird als technokratische Übernahme des Spiels gewertet. Thomas Berthold konstatiert, die Schiedsrichterleistungen seien „so schlecht wie noch nie“ und die mangelnde Präsenz deutscher Unparteiischer auf internationalem Parkett belege den Bedeutungsverlust Deutschlands innerhalb des FIFA-Kosmos.