Die Episode beleuchtet die Folgen eines massiven Stromausfalls in Berlin im Januar 2026. Anhand von Erfahrungsberichten und Expertisen werde das staatliche Krisenmanagement evaluiert. Dabei stehe das Spannungsfeld zwischen notwendigen Schutzmaßnahmen für kritische Infrastruktur und ökonomischen Interessen im Fokus. Auch die Debatte um die Einschränkung von Transparenzgesetzen werde nachgezeichnet. ### Zentrale Punkte * **Politisches Krisenmanagement** Die Landesregierung habe auf den Ausfall nur mangelhaft reagiert. Expert:innen bemängelten fehlende Notstromkonzepte, unzureichende Kommunikation und defizitäre Zivilschutzstrukturen. * **Transparenz versus Sicherheit** Als Reaktion auf den Anschlag wolle der Senat Informationsfreiheitsgesetze einschränken. Kritiker:innen sähen darin einen demokratiegefährdenden Vorwand, der die tatsächliche Resilienz nicht erhöhe. ### Einordnung Die Reportage verknüpft Betroffenenperspektiven gut mit politischer Analyse. Positiv ist die Einbindung von Gegenstimmen zum geplanten Transparenzabbau. Auffällig bleibt, dass Marktlogiken und Kostengründe gegen eine strikte Mobilfunk-Notstrompflicht unhinterfragt hingenommen werden. Zudem darf ein Experte unwidersprochen das reaktionäre Klischee der hilflosen „Soja Hafermich Generation“ reproduzieren, was eine strukturelle Verfehlung individualisiert. **Hörempfehlung**: Kompakte und sachliche Aufarbeitung für Hörer:innen, die sich für das Spannungsfeld zwischen Zivilschutz, politischer Verantwortung und Grundrechten interessieren. ### Sprecher:innen * **Claudia van Laak** – Reporterin beim Deutschlandfunk * **Kai Wegner** – Regierender Bürgermeister von Berlin (CDU) * **Franziska Giffey** – Wirtschafts- und Energiesenatorin Berlins (SPD) * **Manuel Atuk** – Experte für kritische Infrastruktur, AG Kritis * **Philipp Kache** – Katastrophenschützer und Dozent * **Michael Zebe** – Bewohner eines betroffenen Pflegeheims