Zusammenfassung

Die Fraktion der AfD richtet eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung, die detaillierte Daten zu Angriffen auf Parteieinrichtungen, Parteivertreter:innen und Wahlplakate im ersten Halbjahr 2026 abfragt. Im Fokus stehen quantitative und qualitative Aufschlüsselungen nach Parteien, Deliktarten (Brandstiftung, Sprengstoff, Sachbeschädigung, Gewalt- und Äußerungsdelikte) sowie politisch motivierte Kriminalität (PMK-rechts, PMK-links, PMK-nicht zuzuordnen). Zudem wird nach systematischen Einschüchterungsversuchen – insbesondere gegen die AfD und deren Wähler:innen – gefragt und um Aufklärung über Erkenntnisse des GETZ gebeten.

Einordnung

Die Anfrage knüpft an vorherige Kleine Anfragen der AfD an und zielt darauf ab, ein Narrativ der gezielten Bedrohung ihrer Partei und Anhänger:innen zu untermauern. Die Detailtiefe (u.a. Tathergänge, Täter:innenhintergründe, Szene- und Organisationsbezüge) deutet darauf hin, dass die AfD nicht nur Fakten sammelt, sondern gezielt nach Mustern sucht, die auf organisierte Kampagnen gegen die Partei hindeuten könnten. Die Fokussierung auf Wahlplakate und Mandatsträger:innen unterstreicht dabei den Wahlkampfkontext. Möglicherweise könnte die AfD damit den Versuch verbinden, staatliche Stellen in die Pflicht zu nehmen, um Gegenmaßnahmen einzufordern oder ein bestimmtes Bild der politischen Gegner:innen als gewaltbereit zu etablieren. Ob die Daten tatsächlich systematische Strukturen offenbaren, bleibt offen – die Fragerichtung selbst legt nahe, dass bereits eine Narrativbildung im Hintergrund steht.