In dieser Übermedien-Folge spricht Holger Klein mit dem Medienethiker Luis Paulitsch. Grundlage sei dessen Auswertung von rund 40 Faktenchecks. Paulitsch beschreibe, wie rechtsalternative Portale Klimathemen behandeln; journalistische Standards wie Quellenrecherche und Ausgewogenheit seien dabei der Maßstab.
Zentrale Punkte
- Vier Strategien der Desinformation Paulitsch unterscheide vier Strategien: Direkte Klimaleugnung sei seltener; meist würden Verzögerungsnarrative, selektive Zitate, dubiose Quellen und Angriffe auf Grüne und Klimabewegung verbreitet.
- Fake-Forschung als Beleg Die Portale beriefen sich oft auf vermeintliche Forschungsinstitute, deren Studien nicht wissenschaftlich haltbar seien. Seriöse ausländische Studien würden selektiv oder falsch zitiert, was die Überprüfung erschwere.
Einordnung
Die Episode liefert einen klaren Überblick über Muster von Klimadesinformation und macht verständlich, warum diese schwer zu entlarven sind. Positiv ist die Differenzierung zwischen plumper Leugnung und subtileren Verzögerungsnarrativen. Kritisch bleibt, dass die konkreten Portale nicht benannt werden und Begriffe wie „alternativ“ oder „recht“ als selbstverständlich erscheinen; Plattform-Algorithmen bleiben unerwähnt.
Hörempfehlung: Für alle, die verstehen wollen, wie Klimadesinformation in rechten Alternativmedien funktioniert.
Sprecher:innen
- Luis Paulitsch – Medienethiker, Jurist und Zeithistoriker
- Holger Klein – Moderator des Gesprächs